Darwin vs. Lamarck: Zwei konkurrierende Theorien
Charles Darwin revolutionierte 1859 unser Weltbild mit seiner Evolutionstheorie. Der studierte Theologe wusste genau, welche Sprengkraft seine Ideen hatten - sie stellten die biblische Schöpfungsgeschichte komplett in Frage.
Seine vier Grundprinzipien sind heute noch gültig: Lebewesen produzieren mehr Nachkommen als nötig (Reproduktion), alle Individuen sind verschieden (Variation), besser angepasste überleben häufiger (Selektion), und Eigenschaften werden vererbt (Vererbung). Das berühmte "Survival of the Fittest" bedeutet übrigens nicht "der Stärkste", sondern "der am besten Angepasste" überlebt.
Jean-Baptiste Lamarck hatte eine andere Theorie: Er glaubte, dass Tiere einen inneren Drang zur Vervollkommnung haben und erworbene Eigenschaften direkt an ihre Nachkommen weitergeben können. Ein Schmied würde also starke Arme an seine Kinder vererben. Diese Theorie ist wissenschaftlich widerlegt - trotzdem war Lamarck wichtig für die Entwicklung der Evolutionsbiologie.
Die Synthetische Evolutionstheorie verbindet heute Darwins Erkenntnisse mit moderner Genetik. Evolution bedeutet hier ganz konkret: Veränderung des Genpools einer Population durch fünf Evolutionsfaktoren.
Merktipp: Darwin = zufällige Variation + Selektion, Lamarck = gerichtete Anpassung + Vererbung erworbener Eigenschaften







