Pflege bei Fieber - Das musst du wissen
Fieber entsteht, wenn dein Körper die Temperatur über 38°C anhebt - das passiert gezielt im Hypothalamus, dem "Thermostat" deines Gehirns. Typische Anzeichen sind Mattigkeit, Kopfschmerzen und dieses richtig miese Krankheitsgefühl, das jeder kennt.
Die Pflege hängt davon ab, in welcher Fieberphase sich der Patient befindet. Beim Fieberanstieg friert der Körper, also hilfst du mit warmen Getränken und Decken dabei, Wärme zu speichern.
Auf der Fieberhöhe wird's anders: Jetzt muss die Wärme raus! Du entfernst Wärmequellen, senkst die Raumtemperatur und bietest kühle Getränke an. Beim Fieberabfall schwitzt der Patient stark - wasch die Haut mit warmem Wasser ab und wechsel unbedingt die durchgeschwitzte Bettwäsche.
Merktipp: Fieber ist wie ein Dreiphasen-Plan - erst heizen, dann kühlen, dann pflegen!
Verschiedene Fieberarten haben unterschiedliche Ursachen: Infektionsfieber durch Bakterien oder Viren (bis 40°C mit Schüttelfrost), Resorptionsfieber nach OPs (meist unter 38°C), zentrales Fieber bei Hirnverletzungen (über 40°C, schwer behandelbar) und toxisches Fieber durch körperfremde Stoffe wie bei Bluttransfusionen.
Temperaturmessung kannst du an verschiedenen Stellen durchführen - rektal ist am genauesten, aber auch Stirn, Ohr oder unter der Achsel funktionieren. Normal sind 36,3-37,4°C, ab 38,1°C spricht man von leichtem Fieber, ab 40°C wird's gefährlich.