Transgene Tiere in der Forschung: Fakten und Ethische Überlegungen
Die Gentechnik bei Tieren hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Entwicklungen durchgemacht. Transgene Tiere, die künstlich eingesetzte Fremd-DNA in ihrem Erbgut tragen, sind zu einem wichtigen Bestandteil der modernen Forschung geworden. Diese gentechnisch veränderten Tiere spielen eine zentrale Rolle bei der Erforschung von Krankheiten und der Entwicklung neuer Medikamente.
Definition: Transgene Tiere sind Organismen, deren Erbgut durch das Einbringen artfremder DNA gezielt verändert wurde.
Die Statistiken zur Gentechnik Tierzucht zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Während 2011 etwa 700.000 transgene Tiere in Deutschland starben, stieg diese Zahl bis 2013 auf circa 950.000 an. Besonders alarmierend ist, dass bei der Entwicklung einer neuen genmanipulierten Linie tausende Tiere "entsorgt" werden müssen, da sie nicht die gewünschten genetischen Eigenschaften aufweisen.
Die Ethik Gentechnik steht hier vor großen Herausforderungen. Etwa ein Drittel aller Tierversuche in Deutschland entfällt auf Experimente mit transgenen Tieren. Dies wirft wichtige Fragen zum Tierwohl und zur ethischen Vertretbarkeit solcher Forschung auf. Gleichzeitig fließen Milliarden von Steuergeldern in Tierversuchsvorhaben, was eine gesellschaftliche Debatte über die Verhältnismäßigkeit dieser Investitionen notwendig macht.
Highlight: Die rapide Zunahme transgener Tierversuche und die damit verbundenen ethischen Bedenken erfordern eine kritische gesellschaftliche Diskussion über Alternativen in der Forschung.