Kompartimentierung - Das Basiskonzept
Kompartimentierung bedeutet, dass deine Zellen verschiedene Bereiche haben, in denen unterschiedliche biochemische Prozesse ablaufen können. Das ist ziemlich clever, denn so kann zum Beispiel Fotosynthese in den Chloroplasten stattfinden, während gleichzeitig Fettsäureabbau in den Mitochondrien passiert.
Diese Trennung hat drei wichtige Vorteile: Die Prozesse laufen völlig unabhängig voneinander ab, es entstehen Konzentrationsunterschiede zwischen den Bereichen, und dadurch werden Stoffwechselreaktionen beschleunigt.
Ein Kompartiment ist also ein durch Membranen abgegrenzter Reaktionsraum. Diese Bereiche sind meist durch einfache oder doppelte Biomembranen voneinander getrennt - eine Ausnahme ist das Cytoplasma, das keine eigene Membran hat.
💡 Merktipp: Prokaryoten haben keine Kompartimentierung, während Eukaryoten durch diese clevere Aufteilung viel effizienter arbeiten können!
Die Evolution der Kompartimentierung lief in drei Schritten ab: Erst entstanden Zellkern und ER durch Membraneinstülpung, dann kamen Mitochondrien und Chloroplasten durch Endocytose dazu - erkennbar an ihrer charakteristischen doppelten Membran.