Nervengifte und ihre Wirkungsweise
Nervengifte sind echte Störenfriede im Nervensystem! Sie greifen an verschiedenen Stellen der Synapse an und bringen die normale Kommunikation zwischen Nervenzellen durcheinander.
Curare und Botulinumtoxin (bekannt als Botox) sind beide tödlich, wirken aber komplett unterschiedlich. Curare kämpft direkt mit Acetylcholin um die Rezeptoren - es besetzt sie, ohne die Natriumkanäle zu öffnen. Das nennt man kompetitive Hemmung.
Botulinumtoxin ist noch raffinierter: Es verhindert schon die Freisetzung des Transmitters aus den Vesikeln. Als Enzym braucht es nur winzige Mengen, um maximalen Schaden anzurichten. Beide Gifte führen zur Atemlähmung - der häufigste Todesgrund bei Nervengiftvergiftungen.
Merktipp: Curare = Rezeptorblockade, Botox = verhindert Transmitterfreisetzung, aber beide = Muskellähmung!
Alkylphosphate (in Insektiziden und Kampfstoffen wie Sarin) machen das Gegenteil: Sie hemmen die Acetylcholinesterase und sorgen für Dauererregung. Das führt zu extremen Muskelkrämpfen statt Lähmung.



































