Die Ökologiebeschäftigt sich damit, wie alle Lebewesen miteinander und...
Ökologie Lernzettel Q1











Grundbegriffe der Ökologie
Ökologie ist die Lehre von den Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt - klingt kompliziert, ist aber eigentlich logisch! Die Biosphäre umfasst dabei alle Ökosysteme unserer Erde.
Ein Ökosystem besteht immer aus zwei Teilen: dem Biotop (der unbelebte Lebensraum) und der Biozönose (alle Organismen dort). Das Habitat ist dagegen der spezielle Aufenthaltsort einer bestimmten Art - wie die Adresse eines Tieres.
Bei den Umweltfaktoren unterscheidet man zwischen biotischen (belebte Umwelt) und abiotischen Faktoren (unbelebte Umwelt). Homoiotherme Tiere wie Säugetiere halten ihre Körpertemperatur konstant, während poikilotherme Tiere wie Reptilien ihre Temperatur nicht selbst regulieren können.
Merktipp: Biotop = Wohnung, Biozönose = alle Bewohner zusammen!

Anpassungsstrategien und Konkurrenz
Die RGT-Regel besagt, dass sich bei 10°C Temperaturanstieg die Aktivität wechselwarmer Tiere verdoppelt bis vervierfacht - deshalb sind Echsen im Sommer so aktiv! Bioindikatoren sind empfindliche Arten, die uns zeigen, wie sauber die Umwelt ist.
Osmoregulation bedeutet, dass Organismen ihren Wasserhaushalt steuern. Poikilosmotische Arten können das nicht eigenständig, homoiosmotische schon - Möwen haben sogar Salzdrüsen dafür!
Bei der Konkurrenz gilt: Intraspezifische Konkurrenz findet innerhalb einer Art statt, interspezifische zwischen verschiedenen Arten. Das Konkurrenzausschlussprinzip besagt, dass der Stärkere überlebt, während beim Konkurrenzminderungsprinzip Konflikte vermieden werden.
Klausurtipp: RGT-Regel gilt nur für wechselwarme Tiere - nicht für Säugetiere!

Toleranzkurven und ökologische Potenz
Jeder Organismus hat für jeden Umweltfaktor eine Toleranzkurve mit einem Optimum (beste Bedingungen), Minimum und Maximum (Überlebensgrenzen). Im Präferenzbereich fühlt sich das Lebewesen am wohlsten, im Pessimum geht's ihm schlecht.
Stenopotente Arten haben einen schmalen Toleranzbereich und sind empfindlich, eurypotente Arten verkraften große Schwankungen gut. Denkt an Orchideen (stenopotent) versus Löwenzahn (eurypotent)!
Die physiologische Potenz zeigt, was unter Idealbedingungen möglich wäre, die ökologische Potenz das, was in der Realität mit Konkurrenz tatsächlich erreicht wird. Meist ist die ökologische Potenz kleiner als die physiologische.
Eselsbrücke: Steno = schmal/eng, Eury = breit/weit!

Ökologische Nischen und Grundlagen
Die ökologische Nische ist wie der "Beruf" einer Art - sie umfasst alle Faktoren, die das Lebewesen beeinflussen. Die Fundamentalnische zeigt das theoretische Potenzial, die Realnische das, was unter echten Bedingungen mit Konkurrenz möglich ist.
Evolution beschreibt die Veränderung vererbbarer Merkmale von Generation zu Generation. Die Erde gliedert sich in Atmosphäre (Lufthülle), Lithosphäre (Erdkruste) und Hydrosphäre (alle Gewässer).
Bei der Ernährung unterscheidet man autotrophe Organismen (stellen Nahrung durch Photosynthese her), herbivore (Pflanzenfresser) und carnivore Tiere (Fleischfresser).
Wichtig: Die Realnische ist immer kleiner als die Fundamentalnische!

Ökologische Gesetze und Regeln
Die Allensche Regel erklärt, warum Pinguine so kleine Flügel haben: abstehende Körperteile sind in kalten Gebieten kleiner. Die Bergmannsche Regel besagt, dass Tiere in kälteren Gebieten größer sind - größere Körper verlieren weniger Wärme.
Die Lotka-Volterra-Regeln beschreiben Räuber-Beute-Beziehungen: Die Populationen schwanken periodisch, wobei die Räuber den Beutetieren zeitversetzt folgen. Nach Dezimierung erholt sich zuerst die Beute-, dann die Räuberpopulation.
Das Liebigsche Minimumgesetz ist super wichtig: Das Wachstum wird immer vom knappsten Faktor begrenzt - wie das schwächste Glied einer Kette. Auch wenn alles andere im Überfluss da ist!
Klausur-Hit: Lotka-Volterra kommt fast immer in Räuber-Beute-Aufgaben vor!

Abiotische Umweltfaktoren
Abiotische Faktoren sind alle unbelebten Einflüsse auf Organismen. Licht aktiviert Lebensrhythmen und ermöglicht Photosynthese - ohne Sonne läuft nichts!
Die Temperatur beeinflusst alle Lebensprozesse wie Atmung und Wachstum. Tiere reagieren mit Winterschlaf, Winterruhe oder Winterstarre. In Gewässern bestimmt sie den Sauerstoffgehalt.
Wasser ist lebenswichtig - Arten haben unterschiedlichen Wasserverbrauch und reagieren auf Luftfeuchtigkeit sowie Bodenfeuchtigkeit. Der Boden beeinflusst durch pH-Wert und Struktur, welche Pflanzen wachsen können.
Merkhilfe: LTWB - Licht, Temperatur, Wasser, Boden sind die wichtigsten abiotischen Faktoren!

Biotische Umweltfaktoren
Biotische Faktoren sind alle Einflüsse durch andere Lebewesen. Konkurrenzverhalten entsteht, weil Ressourcen begrenzt sind - wie bei einem Sale mit wenigen Artikeln!
Intraspezifische Konkurrenz (innerhalb einer Art) betrifft Sexualpartner, Brutplätze, Nahrung und Wasser. Interspezifische Konkurrenz (zwischen verschiedenen Arten) läuft um die gleichen Ressourcen ab.
Das Konkurrenzausschlussprinzip besagt: Zwei Arten mit zu ähnlichen ökologischen Nischen können nicht dauerhaft koexistieren. Deshalb entwickelt sich Konkurrenzvermeidung - Arten weichen in verschiedene Nischen aus und können dann friedlich zusammenleben.
Beispiel: Verschiedene Spechtarten fressen in unterschiedlichen Baumhöhen - so vermeiden sie Konkurrenz!

Populationsdynamik und Indikatoren
Populationsgrößen ändern sich durch dichteunabhängige und dichteabhängige Faktoren. Dichteunabhängige sind Katastrophen oder ungünstige Witterung - die treffen alle gleich, egal wie viele da sind.
Dichteabhängige Faktoren wirken stärker bei hoher Populationsdichte: Ressourcenknappheit, Wassermangel, Krankheiten und Stress führen zu Aggressivität und Unfruchtbarkeit. Man unterscheidet Fluktuationen (zufällige Änderungen) und Oszillationen (regelmäßige Schwankungen).
Bioindikatoren oder Zeigerarten sind stenöke Organismen mit sehr spezifischen Ansprüchen. Sie zeigen durch ihre Anwesenheit oder ihr Verschwinden die Umweltqualität an - wie lebende Messgeräte!
Praxisbeispiel: Flechten zeigen saubere Luft an - deshalb findet man sie nicht in Großstädten!

Temperaturanpassungen
Homoiotherme Tiere (gleichwarm) sind Regulierer - sie halten ihr inneres Milieu konstant. Im Winterschlaf senken sie energiesparend ihre Körpertemperatur ab. Winterruhe hat viele Wachphasen ohne Temperaturabfall.
Poikilotherme Tiere (wechselwarm) sind Konformer - ihr inneres Milieu schwankt mit der Umwelt. Bei zu kalten Temperaturen verfallen sie in Kältestarre. Winteraktive Tiere bleiben das ganze Jahr über aktiv.
Die RGT-Regel besagt: 10°C Temperaturanstieg verdoppelt die Reaktionsgeschwindigkeit bei Stoffwechselprozessen. Stenopotente Arten haben geringe, eurypotente Arten hohe Toleranz gegenüber Temperaturschwankungen.
Achtung: RGT-Regel gilt nur für poikilotherme Tiere - Säugetiere regulieren ja selbst!

Toleranzkurven verstehen
Die Toleranzkurve zeigt grafisch, wie gut ein Organismus bei verschiedenen Umweltbedingungen überlebt. Das Optimum liegt in der Mitte - hier ist die Vitalität am höchsten.
Der Präferenzbereich um das Optimum ist der Wohlfühlbereich des Organismus. Die Pessima links und rechts davon sind ungünstige Bereiche mit niedriger Vitalität.
Minimum und Maximum markieren die Überlebensgrenzen - darüber hinaus stirbt der Organismus. Der gesamte Toleranzbereich zeigt, welche Abweichungen noch verkraftet werden.
Klausur-Tipp: In Toleranzkurven immer Optimum, Pessima und Grenzen markieren können!
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Bei der Konkurrenz gilt: Intraspezifische Konkurrenz findet innerhalb einer Art statt, interspezifische zwischen verschiedenen Arten. Das Konkurrenzausschlussprinzip besagt, dass der Stärkere überlebt, während beim Konkurrenzminderungsprinzip Konflikte vermieden werden.
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Jeder Organismus hat für jeden Umweltfaktor eine Toleranzkurve mit einem Optimum (beste Bedingungen), Minimum und Maximum (Überlebensgrenzen). Im Präferenzbereich fühlt sich das Lebewesen am wohlsten, im Pessimum geht's ihm schlecht.
Stenopotente Arten haben einen schmalen Toleranzbereich und sind empfindlich, eurypotente Arten verkraften große Schwankungen gut. Denkt an Orchideen (stenopotent) versus Löwenzahn (eurypotent)!
Die physiologische Potenz zeigt, was unter Idealbedingungen möglich wäre, die ökologische Potenz das, was in der Realität mit Konkurrenz tatsächlich erreicht wird. Meist ist die ökologische Potenz kleiner als die physiologische.
Eselsbrücke: Steno = schmal/eng, Eury = breit/weit!

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Bei der Ernährung unterscheidet man autotrophe Organismen (stellen Nahrung durch Photosynthese her), herbivore (Pflanzenfresser) und carnivore Tiere (Fleischfresser).
Wichtig: Die Realnische ist immer kleiner als die Fundamentalnische!

Ökologische Gesetze und Regeln
Die Allensche Regel erklärt, warum Pinguine so kleine Flügel haben: abstehende Körperteile sind in kalten Gebieten kleiner. Die Bergmannsche Regel besagt, dass Tiere in kälteren Gebieten größer sind - größere Körper verlieren weniger Wärme.
Die Lotka-Volterra-Regeln beschreiben Räuber-Beute-Beziehungen: Die Populationen schwanken periodisch, wobei die Räuber den Beutetieren zeitversetzt folgen. Nach Dezimierung erholt sich zuerst die Beute-, dann die Räuberpopulation.
Das Liebigsche Minimumgesetz ist super wichtig: Das Wachstum wird immer vom knappsten Faktor begrenzt - wie das schwächste Glied einer Kette. Auch wenn alles andere im Überfluss da ist!
Klausur-Hit: Lotka-Volterra kommt fast immer in Räuber-Beute-Aufgaben vor!

Abiotische Umweltfaktoren
Abiotische Faktoren sind alle unbelebten Einflüsse auf Organismen. Licht aktiviert Lebensrhythmen und ermöglicht Photosynthese - ohne Sonne läuft nichts!
Die Temperatur beeinflusst alle Lebensprozesse wie Atmung und Wachstum. Tiere reagieren mit Winterschlaf, Winterruhe oder Winterstarre. In Gewässern bestimmt sie den Sauerstoffgehalt.
Wasser ist lebenswichtig - Arten haben unterschiedlichen Wasserverbrauch und reagieren auf Luftfeuchtigkeit sowie Bodenfeuchtigkeit. Der Boden beeinflusst durch pH-Wert und Struktur, welche Pflanzen wachsen können.
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Biotische Faktoren sind alle Einflüsse durch andere Lebewesen. Konkurrenzverhalten entsteht, weil Ressourcen begrenzt sind - wie bei einem Sale mit wenigen Artikeln!
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Homoiotherme Tiere (gleichwarm) sind Regulierer - sie halten ihr inneres Milieu konstant. Im Winterschlaf senken sie energiesparend ihre Körpertemperatur ab. Winterruhe hat viele Wachphasen ohne Temperaturabfall.
Poikilotherme Tiere (wechselwarm) sind Konformer - ihr inneres Milieu schwankt mit der Umwelt. Bei zu kalten Temperaturen verfallen sie in Kältestarre. Winteraktive Tiere bleiben das ganze Jahr über aktiv.
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Achtung: RGT-Regel gilt nur für poikilotherme Tiere - Säugetiere regulieren ja selbst!

Toleranzkurven verstehen
Die Toleranzkurve zeigt grafisch, wie gut ein Organismus bei verschiedenen Umweltbedingungen überlebt. Das Optimum liegt in der Mitte - hier ist die Vitalität am höchsten.
Der Präferenzbereich um das Optimum ist der Wohlfühlbereich des Organismus. Die Pessima links und rechts davon sind ungünstige Bereiche mit niedriger Vitalität.
Minimum und Maximum markieren die Überlebensgrenzen - darüber hinaus stirbt der Organismus. Der gesamte Toleranzbereich zeigt, welche Abweichungen noch verkraftet werden.
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