Dekubitusprophylaxe
Ein Dekubitus entsteht, wenn zu lange Druck auf die Haut ausgeübt wird - das Gewebe stirbt regelrecht ab, weil es nicht mehr durchblutet wird. Stell dir vor, du liegst stundenlang auf einer harten Oberfläche: Genau so fühlt sich das für bettlägerige Patienten an.
Die Pathophysiologie ist eigentlich logisch: Druck komprimiert die Blutgefäße, wodurch Sauerstoff und Nährstoffe fehlen. Bei anhaltendem Druck entstehen Nekrosen - das Gewebe stirbt ab. Besonders gefährdet sind Körperstellen mit wenig Fettgewebe wie Ferse, Kreuzbein oder Hinterkopf.
Risikofaktoren sind vor allem mangelnde Bewegung, Durchblutungsstörungen und ungünstige Bedingungen wie Falten im Bettlaken. Die Braden-Skala hilft dir dabei, das Risiko richtig einzuschätzen - je niedriger der Punktwert, desto höher das Risiko.
Merke dir: Der Fingertest ist super einfach: Drück auf gefährdete Hautstellen - kehrt die normale Farbe nicht sofort zurück, besteht erhöhtes Risiko!
Die wichtigsten Maßnahmen sind regelmäßige Positionswechsel, Hautkontrollen und Mikrobewegungen (kleine, kontinuierliche Bewegungen) sowie Makrobewegungen (komplette Lageveränderungen). Bewegung ist hier wirklich der Schlüssel zum Erfolg.











