Die Synthese von Nylon 6.6
Stell dir vor, du baust mit Lego-Steinen - nur dass sich hier chemische Bausteine zu langen Ketten verbinden. Bei Nylon 6.6 reagieren zwei verschiedene Moleküle: 1,6-Diaminohexan und Hexandisäure.
Das Besondere an der Polykondensation ist, dass dabei immer Wasser (H₂O) als Nebenprodukt entsteht. Die Moleküle müssen mindestens zwei funktionelle Gruppen haben, damit sie sich verknüpfen können.
Je nach Anzahl der funktionellen Gruppen entstehen verschiedene Kunststofftypen: Bifunktionelle Monomere bilden lineare Thermoplaste, während trifunktionelle Monomere vernetzte Duroplaste erzeugen.
Merktipp: Carboxylgruppen stehen immer am Ende der Kette - deshalb heißt es nicht 1,6-Dihexansäure!
Die wichtigsten Polykondensate sind Polyester wiePET−Flaschen, Polycarbonate (wie Makrolon) und Polyamide (wie Nylon und Perlon).