Handlung und Aufbau des Dramas
Iphigenie dient als Priesterin der Diana auf Tauris, wo sie von König Thoas festgehalten wird. Sie sehnt sich nach ihrer Heimat Griechenland und ihrer Familie, was sie als "zweiten Tod" empfindet. Als Thoas ihr einen Heiratsantrag macht und mit Menschenopfern droht, offenbart Iphigenie ihre Herkunft aus dem verfluchten Geschlecht des Tantalus.
Währenddessen kommen Orest und Pylades nach Tauris. Orest wird vom Muttermord geplagt und von den Furien (Rachegöttinnen) verfolgt. Pylades hofft, durch den Diebstahl der Götterstatue gemäß eines Orakelspruchs Rettung zu finden. Als Iphigenie und Orest sich als Geschwister erkennen, wird Orest plötzlich von seinen Qualen befreit.
Die drei schmieden einen Fluchtplan, doch Iphigenie gerät in einen inneren Konflikt. Sie möchte nach Hause zurückkehren, kann es aber nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, Thoas zu belügen. In ihrem berühmten Monolog singt sie das Parzenlied: "Wehe dem, der sich gegen die Götter auflehnt".
💡 Merke dir: Das Drama folgt dem klassischen 5-Akt-Aufbau: Exposition (Iphigenies Situation), steigende Handlung (Ankunft von Orest und Pylades), Höhepunkt (Geschwister erkennen sich), fallende Handlung (Iphigenies Zweifel) und Lösung (Aussprache und Abschied).




























