Die Story: Gefangen im Alltag
Stellt euch vor, ihr wacht morgens auf und wisst schon ganz genau, wie langweilig euer Tag wird. So geht es der Protagonistin in Bergs Geschichte aus 2007. Sie ist komplett antriebslos und steckt in ihrer monotonen Alltagsroutine fest.
Die Frau denkt im Bett über ihren bevorstehenden Tag nach - und der wird genauso öde wie immer. Sie träumt von einem Mann mit einem Boot, der sie aus diesem Leben befreit. Doch dann passiert etwas Unerwartetes: Sie verlässt das Haus ohne Schuhe und beschließt spontan, nicht zur Arbeit zu gehen.
Der Titel "Alles wie immer" verrät schon alles - hier wiederholt sich täglich dasselbe. Die Geschichte hat eine Rahmenhandlung (die Frau im Bett) und eine Binnenhandlung (ihre Gedanken zum Tag).
Merktipp: Der personale Erzähler steht außerhalb der Geschichte, aber durch das Präsens erlebt ihr alles hautnah mit - das nennt man interne Fokalisierung.
Die elliptischen Sätze am Anfang ("Aufwachen. Bitte nicht. Noch nicht.") zeigen perfekt, wie lustlos und erschöpft die Frau ist.





