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Charakterisierung Lore Neff (Margots Mutter) | Unter der Drachenwand

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 Charakterisierung von Lore Neff (Margots Mutter)
2. Charakterisierung von Lore Neff
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Lore Neff
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Charakterisierung von Lore Neff (Margots Mutter) 2. Charakterisierung von Lore Neff Name: Alter: Beruf: ● Lore Neff Nationalität: ● Nicht angegeben Höchstwahrscheinlich Hausfrau Herkunft: ● Deutsch Darmstadt Äußeres: Keine näheren Angaben Hat kranke Beine, da Sie meint, dass Ihre Beine kurzzeitig jetzt ,,schön geheilt" (S. 86) sind. Deshalb muss Sie in der Nacht keine Binden mehr um die Beine tragen. Sie hat nach eigenen Aussagen einen ,,schwache[n] Magen" (S. 370) Sie bekommt später im Buch wieder Beinschmerzen: „[…], jetzt tun mir die Beine weh" (S. 371) Familiäre Situation / Beziehung zu Mann + Kindern Meint, dass ihr Mann alles ,,viel zu schwarz" (S. 85) sieht und dass er ,,sich mit seinen Gedanken ganz kaputt“ (ebd.) macht Sie meint zu ihrer jüngeren Tochter Bettine, dass sie sich nicht mit anderen Männern einlassen soll, „weil sie sich ihr ganzes Leben versauen kann, es gibt so viele Krankheiten, und die meisten wissen es nicht." (S. 89). ● Sie ist in manchen Situation verhältnismäßig streng und hart zu Margot: „[…], du hast keine Freude damit. Da wird eben nichts zu machen sein, als dass du [das Kleid] für die Waschküche anziehst, also, da will ich mich nicht länger ärgern damit." (S. 88) Ein anderes Beispiel für diese Charaktereigenschaft: „Und das, was ich geschrieben habe, du sollst dich schämen, das war doch am Platze? Oder hätte ich schreiben sollen, Puppi, so ist's gut, dass mir nicht nicht...

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antwortest, so gefällst du mir!" (S. 90) „Alle sind ganz erstaunt, dass du jetzt Kartoffelsalat mit Zwiebel essen kannst. Warum kannst du das nicht bei deiner Mutter, die es doch immer so gut mit dir meint? Stattdessen muss ich mich halb tot ärgern" (S. 96). ● Außerdem betont sie: „Die Männer sind doch nur paar Tage in der Stadt, und nachher schaut sie dumm aus der Wäsche“ (ebd.). „[...] schon ein Kuss kann einem Menschen das ganze Leben versauen.“ (S. 90). Sie möchte Ihre Tochter damit vor Liebeskummer, Enttäuschungen, (Geschlechts-)Krankheiten oder anderen Problemen im Bezug zu kurzen Beziehungen mit Männern schützen Weiterhin meint sie zu Margot: „Es war auch von dir keine gute Entscheidung, einen Fremden zu heiraten mitten im Krieg und dann gleich ein Kind oder umgekehrt." (S. 88-89). Dies kann man auch in Verbindung setzen mit der Ehe, die sie mit Justus Neff hat, welche nicht gut läuft, weshalb sie wahrscheinlich ihre Töchter vor einer gleichen, schlechten Ehesituation bewahren möchte. ● „Bettine will auch immer was geschickt, schön langsam muss ich an eurem Verstand zweifeln. [...]. Ich hätte gedacht, ihr habt in der Fremde schon etwas Vernunft angenommen, aber scheinbar nicht.“ Zu Margot für Bettine: „[...] sie soll keine Dummheiten machen in Berlin und nicht die dortige Großschnauze annehmen" (S. 274) ,,Hol der Teufel den ganzen Schwindel, ich hab jetzt bald genug von immer nur Ärger und Verdruss mit den Blödheiten von euch allen! Es vergällt einem das ganze Leben! Schiff mal wieder mein Enkelkind heran, damit ich eine Freude habe" (S. 381) Auch wenn Lore ihre Kinder vermisst, ist sie nicht immer glücklich, wenn diese da sind: „Und ich behaupte nicht, dass ich immer begeistert bin von dem, wehr ihr alle mir liefert, darauf kannst du deinen kleinen Arsch verwetten, liebe Margot." (S. 372) Sie ist auch streng und nachtragend zu ihrer Tochter Bettine: „Ich habe sie daran erinnert, dass ich Tante Resel auf der Straßenbahn als Schaffnerin ihr Leiden geholt hat, weil sie mit Fieber an den Weihnachtstagen in den Dienst ist.“ (S. 95) Sie hat nicht mehr so viele Gefühle für ihren Mann: „Papa ist sehr nervös und aufgeregt. Seit er fort ist, ist eine herrliche Ruhe, […]“ (S. 269) Anscheinend eine Vorliebe für Herrn Hans: ,,Vielleicht kannst du dir mein Herzklopfen vorstellen“, „Ich sagte Herrn Hans, er solle nicht böse sein, es sei wegen der Leute Geschwätz, er könne ruhig, wenn seine Frau komme, auch mitkommen." ● ● ● Kein offenes Verhältnis mehr zu ihrem Mann: „Papa habe ich von meinen schlechten Beinen nichts geschrieben, er begreift das doch nicht, er schimpft höchstens, ich sei selbst schuld" (S. 372-273) Sie meint, dass ,,es es vielleicht [deren] Glück [ist], dass [Justus Neff] nochmals eingezogen wurde" (S. 376) Kennt die Makel ihres Mannes und sieht diese negativ: „[...] du weißt ja, wie Papa ist, wenn er sich aufregt." (S. 382) Hat aber zwischendurch eine schöne Zeit mit ihm zusammen: „Aber am Montag war es herrlich, wir gingen am Abend ein Bier trinken und spielten Karten und vermissten nur euch Kinder." 8S. 378) Sie vermisst ihre Kinder: ,,Gott sei Dank war die Ernte schon unter Dach, die Kartoffeln dabei, leider die Kinder nicht." (S. 370) Lebenssituation/Alltag, Herausforderungen, Probleme, Beziehungen Sie leidet darunter, dass sie nicht genug „Rauchtabak“ hat, was zeigt, dass sie eine starke Raucherin ist, was man mit ihren Beinproblemen in Verbindung setzen kann (S. 86) Sie ist süchtig nach Zigaretten und kennt sich in dem Segment gut aus: „Aber bitte schicke du mir Zigarettenpapier. Frag jemanden, welches gut ist, ich glaube, Aladin soll gut sein" (S. 276) Sie ist eine Tabakliebhaberin: „Der Brinkmann-Tabak, den du mir geschickt hast, war ein Gedicht. Sag dem Soldaten unbekannterweise meinen herzlichsten Dank." (S. 371) ,,Mir geht es so weit gut, man lebt eben im Krieg" (S. 88) Aufrechterhalten eines normalen Alltags während des Krieges: „Aber alles Gerede ist zwecklos, es geht irgendwie weiter“ (S. 378), „Wir leben hier einfach weiter, stehen auf Weltanschauung/Einstellung zum Krieg Trotz des Krieges „geht das Leben zwischen Schutt und Trümmern seinen Gang" (S. 87) ● und gehen schlafen, sitze in Keller, füttern die Hasen und stehen im Geschäft an, um zu erfahren, dass nichts mehr da ist. Und am nächsten Tag wieder von vorn, es tut nicht weh, jedenfalls weniger, als man denken würde. Und zwischendurch in all dem Schutt un Elend gibt es Lichtblicke." (S. 379) Der Kriegsalltag wird ihr eintönig: „Unsere Arbeit ist fast jeden Tag im Keller sitzen" (S. 268), „[…], die alte Leier fängt ständig wieder von vorne an“ (S. 275), „[…] und das ganze Häusliche habe ich schon satt." (S. 374). Sie leidet unter dem Alleinsein ohne den Mann und die Kinder: ,,An solchen Tagen spürt man das Alleinsein doppelt“ (S. 371), „[…], also noch mehr Zeit zum Alleinsein" ● Sie und ihr Mann arbeiten hart, weshalb sie sich über Menschen ärgert, die das nicht tun (vgl. 88) oder das harte Arbeiten auf die leichte Schulter nehmen (vgl. 88-89) Sie respektiert die harte Arbeit von Margot zwar, bewundert sich dafür aber nicht: ,,Aber dass du sagst, wenn ich dich sehn könnte, hätte ich Grund, dich zu loben, das kann ich nicht glauben, ich habe in meinem Leben so viel gearbeitet, dass ich keine Grund sehen, jemanden fürs Arbeiten zu loben." (S. 278). Sie leidet unter den psychischen Belastungen des Krieges und hofft, dass „der Krieg bald mal ein Ende" (S. 89) findet Ist wegen des Krieges und der entstandenen Knappheit auch nicht mehr optimistisch: „Überall schlechte Aussichten“ (S. 94), „Es ist alles so furchtbar" (S. 265), „Es gibt nur noch Alarm" (S. 264), „Alles kaputt, alle Leitungen unterbrochen ... alles!" (S. 265), „Es ist sehr, sehr traurig.“ (S. 273), „In unserer Familie ist schon ein entsetzliches Pech" (S. 372) Sie hofft das der Krieg bald vorbei ist: „Hoffentlich ist’s bald rum.“ (S. 265) Sie hofft, dass Deutschland den Krieg gewinnt: ,,Wie das enden wird, wissen wir zwar nicht, aber ich erhoffe mir für mein Teil ein gutes Ende, denn wenn wir unterliegen, ist es Essig." (S. 271) Sie ist gegen die östlichen Mächte eingestellt: „Sollen wir den Krieg vielleicht aufgaben und uns nach Silieren verachten lassen bei 40° Kälte und Brot und heißem Wasser und Zwangsarbeit leisten bis zum Umfallen? Dann lieber tot. (S. 271) Man weiß nicht so richtig, ob Lore Neff dies denkt oder ob es noch zur wörtlichen Rede des Herrn Hans gehört, welcher einen Satz vorher indirekt zitiert wird. Erkennt, dass sich nicht alle auf den Krieg in der Form eingelassen habe, wie man es von Anfang an erwarten konnte: „[…] die Männer schimpfen, so mancher wird sich's halt leichter vorgestellt haben" (S. 370) Bezeichnet Margots aktuellen Mann als „Ganove“ (S. 380) Man weiß nicht, ob das scherzhaft gemeint ist oder wegen ihrer verbitterten Einstellung gegenüber Ehemännern Verbitterte Einstellung gegenüber Ehen: „Ehen [sind] jämmerliche Glückssachen und dass man das Glück nicht extra herausfordern soll" (S. 380) ● ● Absichten/Ziele/Wünsche, Hoffnungen Betont sehr oft, dass es Zuhause immer noch am schönsten/besten ist und dass die anderen ihr Heim schätzen sollten (vgl. S. 85) Zu Margot meint Sie, als diese über die Quartierfrau schimpft: ,,Du wirst eben auch an Erfahrungen und an Enttäuschungen reicher in dein Elternhaus zurückkehren und hast dein schönes Elternhaus jetzt hoffentlich schätzen gelehrt und willst nicht mehr weg." (S. 91) ,,Daheim wäre solches nicht vorgekommen“ (S. 270) Diese Einstellung bezieht sie auch auf die anderen Mitbürger in Darmstadt, und meint: „Die sollen zufrieden sein, dass sie zu Hause sind" (S. 89) Sie möchte das Kind, Margot und ihren Mann sehen bei einem Besuch in Darmstadt (vgl. S. 91) ● ● ● Später sieht sie aber auch ein, dass Margot das vielleicht nicht möchte oder Angst hat: ,,Ich hätte wirklich gerne, dass du mit dem Kind nach Hause kommst. Aber ich sehe auch deine Grenzen" (S. 92) Sie leidet unter der „Sehnsucht nach meiner alten Nuschi" (aus dem Kontext her wahrscheinlich Margot) (vgl. S. 91) Sie möchte, dass Margot sie nicht nur als Mutter ansieht, sondern auch als „treuen Kameraden [...], dem du zu jeder Zeit dein Herz ausschütten kannst“ (S. 95). Erfreut sich an der Natur, zum Beispiel am Regen und am wind: „Vorhin ging ich hinaus um Wasser für die Zeigen, der Wind blähte die Pelerine dick auf, der kalte Regen peitschte ins Gesicht, und plötzlich hätte ich jauchzen mögen. Halte mich bitte nicht für

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2. Charakterisierung von Lore Neff
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Lore Neff
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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Charakterisierung von Lore Neff (Margots Mutter) 2. Charakterisierung von Lore Neff Name: Alter: Beruf: ● Lore Neff Nationalität: ● Nicht angegeben Höchstwahrscheinlich Hausfrau Herkunft: ● Deutsch Darmstadt Äußeres: Keine näheren Angaben Hat kranke Beine, da Sie meint, dass Ihre Beine kurzzeitig jetzt ,,schön geheilt" (S. 86) sind. Deshalb muss Sie in der Nacht keine Binden mehr um die Beine tragen. Sie hat nach eigenen Aussagen einen ,,schwache[n] Magen" (S. 370) Sie bekommt später im Buch wieder Beinschmerzen: „[…], jetzt tun mir die Beine weh" (S. 371) Familiäre Situation / Beziehung zu Mann + Kindern Meint, dass ihr Mann alles ,,viel zu schwarz" (S. 85) sieht und dass er ,,sich mit seinen Gedanken ganz kaputt“ (ebd.) macht Sie meint zu ihrer jüngeren Tochter Bettine, dass sie sich nicht mit anderen Männern einlassen soll, „weil sie sich ihr ganzes Leben versauen kann, es gibt so viele Krankheiten, und die meisten wissen es nicht." (S. 89). ● Sie ist in manchen Situation verhältnismäßig streng und hart zu Margot: „[…], du hast keine Freude damit. Da wird eben nichts zu machen sein, als dass du [das Kleid] für die Waschküche anziehst, also, da will ich mich nicht länger ärgern damit." (S. 88) Ein anderes Beispiel für diese Charaktereigenschaft: „Und das, was ich geschrieben habe, du sollst dich schämen, das war doch am Platze? Oder hätte ich schreiben sollen, Puppi, so ist's gut, dass mir nicht nicht...

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Dies kann man auch in Verbindung setzen mit der Ehe, die sie mit Justus Neff hat, welche nicht gut läuft, weshalb sie wahrscheinlich ihre Töchter vor einer gleichen, schlechten Ehesituation bewahren möchte. ● „Bettine will auch immer was geschickt, schön langsam muss ich an eurem Verstand zweifeln. [...]. Ich hätte gedacht, ihr habt in der Fremde schon etwas Vernunft angenommen, aber scheinbar nicht.“ Zu Margot für Bettine: „[...] sie soll keine Dummheiten machen in Berlin und nicht die dortige Großschnauze annehmen" (S. 274) ,,Hol der Teufel den ganzen Schwindel, ich hab jetzt bald genug von immer nur Ärger und Verdruss mit den Blödheiten von euch allen! Es vergällt einem das ganze Leben! Schiff mal wieder mein Enkelkind heran, damit ich eine Freude habe" (S. 381) Auch wenn Lore ihre Kinder vermisst, ist sie nicht immer glücklich, wenn diese da sind: „Und ich behaupte nicht, dass ich immer begeistert bin von dem, wehr ihr alle mir liefert, darauf kannst du deinen kleinen Arsch verwetten, liebe Margot." (S. 372) Sie ist auch streng und nachtragend zu ihrer Tochter Bettine: „Ich habe sie daran erinnert, dass ich Tante Resel auf der Straßenbahn als Schaffnerin ihr Leiden geholt hat, weil sie mit Fieber an den Weihnachtstagen in den Dienst ist.“ (S. 95) Sie hat nicht mehr so viele Gefühle für ihren Mann: „Papa ist sehr nervös und aufgeregt. Seit er fort ist, ist eine herrliche Ruhe, […]“ (S. 269) Anscheinend eine Vorliebe für Herrn Hans: ,,Vielleicht kannst du dir mein Herzklopfen vorstellen“, „Ich sagte Herrn Hans, er solle nicht böse sein, es sei wegen der Leute Geschwätz, er könne ruhig, wenn seine Frau komme, auch mitkommen." ● ● ● Kein offenes Verhältnis mehr zu ihrem Mann: „Papa habe ich von meinen schlechten Beinen nichts geschrieben, er begreift das doch nicht, er schimpft höchstens, ich sei selbst schuld" (S. 372-273) Sie meint, dass ,,es es vielleicht [deren] Glück [ist], dass [Justus Neff] nochmals eingezogen wurde" (S. 376) Kennt die Makel ihres Mannes und sieht diese negativ: „[...] du weißt ja, wie Papa ist, wenn er sich aufregt." (S. 382) Hat aber zwischendurch eine schöne Zeit mit ihm zusammen: „Aber am Montag war es herrlich, wir gingen am Abend ein Bier trinken und spielten Karten und vermissten nur euch Kinder." 8S. 378) Sie vermisst ihre Kinder: ,,Gott sei Dank war die Ernte schon unter Dach, die Kartoffeln dabei, leider die Kinder nicht." (S. 370) Lebenssituation/Alltag, Herausforderungen, Probleme, Beziehungen Sie leidet darunter, dass sie nicht genug „Rauchtabak“ hat, was zeigt, dass sie eine starke Raucherin ist, was man mit ihren Beinproblemen in Verbindung setzen kann (S. 86) Sie ist süchtig nach Zigaretten und kennt sich in dem Segment gut aus: „Aber bitte schicke du mir Zigarettenpapier. Frag jemanden, welches gut ist, ich glaube, Aladin soll gut sein" (S. 276) Sie ist eine Tabakliebhaberin: „Der Brinkmann-Tabak, den du mir geschickt hast, war ein Gedicht. Sag dem Soldaten unbekannterweise meinen herzlichsten Dank." (S. 371) ,,Mir geht es so weit gut, man lebt eben im Krieg" (S. 88) Aufrechterhalten eines normalen Alltags während des Krieges: „Aber alles Gerede ist zwecklos, es geht irgendwie weiter“ (S. 378), „Wir leben hier einfach weiter, stehen auf Weltanschauung/Einstellung zum Krieg Trotz des Krieges „geht das Leben zwischen Schutt und Trümmern seinen Gang" (S. 87) ● und gehen schlafen, sitze in Keller, füttern die Hasen und stehen im Geschäft an, um zu erfahren, dass nichts mehr da ist. Und am nächsten Tag wieder von vorn, es tut nicht weh, jedenfalls weniger, als man denken würde. Und zwischendurch in all dem Schutt un Elend gibt es Lichtblicke." (S. 379) Der Kriegsalltag wird ihr eintönig: „Unsere Arbeit ist fast jeden Tag im Keller sitzen" (S. 268), „[…], die alte Leier fängt ständig wieder von vorne an“ (S. 275), „[…] und das ganze Häusliche habe ich schon satt." (S. 374). Sie leidet unter dem Alleinsein ohne den Mann und die Kinder: ,,An solchen Tagen spürt man das Alleinsein doppelt“ (S. 371), „[…], also noch mehr Zeit zum Alleinsein" ● Sie und ihr Mann arbeiten hart, weshalb sie sich über Menschen ärgert, die das nicht tun (vgl. 88) oder das harte Arbeiten auf die leichte Schulter nehmen (vgl. 88-89) Sie respektiert die harte Arbeit von Margot zwar, bewundert sich dafür aber nicht: ,,Aber dass du sagst, wenn ich dich sehn könnte, hätte ich Grund, dich zu loben, das kann ich nicht glauben, ich habe in meinem Leben so viel gearbeitet, dass ich keine Grund sehen, jemanden fürs Arbeiten zu loben." (S. 278). Sie leidet unter den psychischen Belastungen des Krieges und hofft, dass „der Krieg bald mal ein Ende" (S. 89) findet Ist wegen des Krieges und der entstandenen Knappheit auch nicht mehr optimistisch: „Überall schlechte Aussichten“ (S. 94), „Es ist alles so furchtbar" (S. 265), „Es gibt nur noch Alarm" (S. 264), „Alles kaputt, alle Leitungen unterbrochen ... alles!" (S. 265), „Es ist sehr, sehr traurig.“ (S. 273), „In unserer Familie ist schon ein entsetzliches Pech" (S. 372) Sie hofft das der Krieg bald vorbei ist: „Hoffentlich ist’s bald rum.“ (S. 265) Sie hofft, dass Deutschland den Krieg gewinnt: ,,Wie das enden wird, wissen wir zwar nicht, aber ich erhoffe mir für mein Teil ein gutes Ende, denn wenn wir unterliegen, ist es Essig." (S. 271) Sie ist gegen die östlichen Mächte eingestellt: „Sollen wir den Krieg vielleicht aufgaben und uns nach Silieren verachten lassen bei 40° Kälte und Brot und heißem Wasser und Zwangsarbeit leisten bis zum Umfallen? Dann lieber tot. 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S. 85) Zu Margot meint Sie, als diese über die Quartierfrau schimpft: ,,Du wirst eben auch an Erfahrungen und an Enttäuschungen reicher in dein Elternhaus zurückkehren und hast dein schönes Elternhaus jetzt hoffentlich schätzen gelehrt und willst nicht mehr weg." (S. 91) ,,Daheim wäre solches nicht vorgekommen“ (S. 270) Diese Einstellung bezieht sie auch auf die anderen Mitbürger in Darmstadt, und meint: „Die sollen zufrieden sein, dass sie zu Hause sind" (S. 89) Sie möchte das Kind, Margot und ihren Mann sehen bei einem Besuch in Darmstadt (vgl. S. 91) ● ● ● Später sieht sie aber auch ein, dass Margot das vielleicht nicht möchte oder Angst hat: ,,Ich hätte wirklich gerne, dass du mit dem Kind nach Hause kommst. Aber ich sehe auch deine Grenzen" (S. 92) Sie leidet unter der „Sehnsucht nach meiner alten Nuschi" (aus dem Kontext her wahrscheinlich Margot) (vgl. S. 91) Sie möchte, dass Margot sie nicht nur als Mutter ansieht, sondern auch als „treuen Kameraden [...], dem du zu jeder Zeit dein Herz ausschütten kannst“ (S. 95). Erfreut sich an der Natur, zum Beispiel am Regen und am wind: „Vorhin ging ich hinaus um Wasser für die Zeigen, der Wind blähte die Pelerine dick auf, der kalte Regen peitschte ins Gesicht, und plötzlich hätte ich jauchzen mögen. Halte mich bitte nicht für