Lore Neffs Beziehung zu ihren Kindern
Die Beziehung von Lore Neff zu ihren Töchtern in "Unter der Drachenwand" ist vielschichtig und oft von Strenge geprägt. Ihre Briefe an Margot offenbaren eine komplexe Mutter-Tochter-Dynamik.
Lore zeigt sich besonders besorgt um ihre jüngere Tochter Bettine. Sie warnt eindringlich vor den Gefahren von Beziehungen zu Männern, was ihre konservative Haltung und möglicherweise eigene negative Erfahrungen widerspiegelt.
Quote: "Sie meint zu ihrer jüngeren Tochter Bettine, dass sie sich nicht mit anderen Männern einlassen soll, 'weil sie sich ihr ganzes Leben versauen kann, es gibt so viele Krankheiten, und die meisten wissen es nicht.' (S. 89)"
Gegenüber Margot zeigt sich Lore Neff oft kritisch und streng. Sie scheut sich nicht, ihre Tochter zu tadeln und ihre Entscheidungen in Frage zu stellen.
Example: Lore kritisiert Margots Entscheidung, "einen Fremden zu heiraten mitten im Krieg und dann gleich ein Kind oder umgekehrt" .
Trotz ihrer Strenge und Kritik wird deutlich, dass Lore ihre Kinder vermisst, wenn sie nicht da sind. Allerdings äußert sie auch Frustration über das Verhalten ihrer Töchter, was die Komplexität ihrer Gefühle unterstreicht.
Quote: "Hol der Teufel den ganzen Schwindel, ich hab jetzt bald genug von immer nur Ärger und Verdruss mit den Blödheiten von euch allen! Es vergällt einem das ganze Leben!" (S. 381)
Diese ambivalente Haltung zeigt, dass Lore Neff zwar liebevolle Gefühle für ihre Kinder hegt, aber oft Schwierigkeiten hat, diese positiv auszudrücken.







