Barock - Leben zwischen Tod und Vergnügen
Das Barock entstand aus einer Zeit extremer Gegensätze. Der Dreißigjährige Krieg hatte ein Drittel der Bevölkerung getötet und hinterließ eine zerrissene Gesellschaft zwischen Reformation und Restauration. Menschen lebten ständig mit der Angst vor Tod, Pest und Hungersnöten.
Das zentrale Motiv war Vanitas - die Erinnerung an die Vergänglichkeit des Lebens. Daraus entstanden zwei gegensätzliche Lebensmaximen: memento mori ("Bedenke, dass du sterben wirst") und carpe diem ("Nutze den Tag"). Diese Antithetik prägte die gesamte Barockliteratur.
Die Sprache war opulent und überschwänglich (Marinismus). Autoren wie Martin Opitz und Andreas Gryphius nutzten kunstvolle Allegorien und Metaphern. Beliebte Formen waren das Sonett und das Epigramm.
Merktipp: Das Barock lebt von Gegensätzen - Diesseits gegen Jenseits, Pracht gegen Vergänglichkeit, Lebensfreude gegen Todesangst.











