Die ersten zwölf Kapitel: Zwei Genies auf verschiedenen Wegen
Gauß ist ein mürrischer Mathematiker aus einfachen Verhältnissen, der am liebsten zu Hause rechnet und die Welt vermisst, ohne sie zu bereisen. Seine Reise nach Berlin 1828 wird zur Qual - er beleidigt seinen Sohn Eugen und fühlt sich unter Menschen unwohl. Schon als Kind zeigt er überragende mathematische Fähigkeiten und löst mit 19 Jahren eines der ältesten Probleme der Mathematik.
Humboldt dagegen ist ein Abenteurer, der die Welt erforscht, indem er sie bereist. Zusammen mit seinem Gefährten Bonpland durchquert er gefährliche Höhlen in Venezuela, kartiert den legendären Kanal zwischen Orinoko und Amazonas und besteigt den Chimborazo. Die Expeditionen sind voller Gefahren - Moskitoschwärme, Krokodile und Krankheiten bedrohen die Forscher ständig.
Während Gauß ein schwieriges Familienleben führt (seine erste Frau Johanna stirbt bei der Geburt des dritten Kindes, die zweite Ehe mit Minna ist unglücklich), sammelt Humboldt wissenschaftliche Erkenntnisse in Südamerika. Seine Reisen machen ihn berühmt, bringen aber auch Strapazen mit sich.
Merke dir: Beide Wissenschaftler repräsentieren unterschiedliche Herangehensweisen - Gauß die theoretische Mathematik, Humboldt die praktische Naturforschung durch Reisen und Experimente.



