Die Epoche der Empfindsamkeit - Gefühl statt Verstand
Stell dir vor, du lebst in einer Zeit, wo plötzlich Gefühle wichtiger werden als pure Logik. Genau das passierte in der Empfindsamkeit zwischen 1740 und 1770 in Deutschland.
Diese literarische Strömung entwickelte sich innerhalb der Aufklärung und wurde zum direkten Vorläufer des Sturm und Drangs. Das Bildungsbürgertum suchte einen Ausweg aus den gesellschaftlichen Problemen ihrer Zeit und fand ihn in einer imaginären Gefühlswelt.
Die Gefühlsbetontheit stand absolut im Mittelpunkt: Freundschaft, Nächstenliebe, Geschwisterliebe, Naturliebe und sogar Trauer wurden zu zentralen Themen. Werke aus dieser Zeit schaffen einen echten Rückzugsort für die eigene Gefühlswelt - tiefe Emotionen galten nicht mehr als negativ, sondern wurden gefeiert.
Merksatz: Das Motto der Empfindsamkeit könnte lauten: „Auf der Flucht in meiner Gefühlswelt"





