Was ist Exilliteratur?
Die Exilliteratur bezeichnet alle Werke von Autoren, die zwischen 1933 und 1945 Deutschland aus politischen oder religiösen Gründen verlassen mussten. Das Wort "exilium" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Verbannung" – ein Begriff, der das Schicksal vieler Schriftsteller treffend beschreibt.
Der historische Hintergrund war dramatisch: Bereits vor Hitlers Machtübernahme gab es Listen mit "verbotener" Literatur. Nach dem 30. Januar 1933 wurden alle kritischen Stimmen mundtot gemacht. Der Höhepunkt war die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 – ein Symbol für die Zerstörung der Meinungsfreiheit.
Die Fluchtrouten der Autoren führten zunächst in europäische Nachbarländer wie Österreich, die Niederlande oder Frankreich. Als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, mussten viele erneut fliehen – diesmal in die USA, nach Russland oder Mexiko.
Wichtig für's Abi: Die Exilliteratur war keine einheitliche Bewegung mit besonderen Stilmerkmalen, sondern vereinte verschiedene Autoren im gemeinsamen Kampf gegen den Nationalsozialismus.







