Interpretation - Natur und Liebe vereint
Die Gedichtinterpretation verbindet alle analysierten Elemente miteinander. Sowohl Naturbegriffe ("Schnee", "Regen") als auch Liebesmotive ("Neigen von Herzen zu Herzen", "Krone des Lebens") durchziehen das gesamte Werk.
Besonders clever: Das Reimschema wechselt je nach Thema. Spricht das lyrische Ich von Liebe oder Leiden, ändert sich das Schema vom Paarreim zum Kreuzreim. Bei Akzeptanz kehrt der Paarreim zurück. Auch das Metrum reagiert auf das Liebesmotiv.
Diese formalen Änderungen spiegeln die Unbeständigkeit der Gefühle wider - typisch für den Sturm und Drang. Die Stürmer und Dränger orientierten sich an "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und brachen bewusst mit starren Formen.
Das Gedicht zeigt perfekt, wie äußere Naturgewalten die inneren Seelenstürme des lyrischen Ichs widerspiegeln. Form und Inhalt arbeiten Hand in Hand.
Fazit: Ein echtes Sturm und Drang-Gedicht - Gefühle bestimmen nicht nur den Inhalt, sondern auch die Form!