Die drei Prologe: Wie alles beginnt
Goethe legt mit drei Vorspielen den Grundstein für sein Meisterwerk. In der Zueignung reflektiert der Dichter über sein eigenes Leben und trauert seiner Jugend nach – ein sehr persönlicher Moment von Goethe selbst.
Das Vorspiel auf dem Theater zeigt eine geniale Diskussion über den Sinn von Kunst. Der Direktor will nur Geld verdienen, der Theaterdichter kämpft für die ewige Kunst, und der Schauspieler möchte das Publikum unterhalten. Am Ende einigen sie sich: Faust soll alle drei Ansprüche erfüllen.
Der Prolog im Himmel ist der Knaller: Gott und Mephisto schließen eine Art Wette über Faust ab. Mephisto behauptet, er könne den treuen Faust vom rechten Weg abbringen. Gott ist entspannt und gibt ihm grünes Licht – er weiß schon, dass Mephisto verlieren wird.
Merke dir: Diese Rahmenhandlung im Himmel macht Faust zum Prüfstein für die ganze Menschheit!











