Kafkas einzigartiger Schreibstil und die Parabel
Kafkas Texte fühlen sich an wie ein verstörender Traum, aus dem man nicht aufwachen kann. Er schreibt surrealistisch und symbolisch, mischt Fantasie mit Psychologie und Philosophie. Seine Hauptthemen? Vater-Sohn-Konflikte, aussichtslose Kämpfe und Einsamkeit.
Als Parabelautor versteckt Kafka menschliche Grunderfahrungen hinter literarischen Bildern. Bei einer Parabel musst du als Leser selbst den Sprung von der Bildebene (was im Text passiert) zur Sachebene (was es über das Leben aussagt) schaffen. Das "Tertium comparationis" sind die Textsignale, die dir dabei helfen.
Wichtige Stilmittel sind Metaphern, Ironie, Personifikationen und der Konjunktiv, der alles schön offen und mehrdeutig hält. Kafka zwingt dich zum Mitdenken - seine Texte haben nie nur eine richtige Interpretation.
Tipp für die Klausur: Bei einer Kafka-Analyse immer nach der versteckten Bedeutung suchen und das Verhältnis zwischen Individuum und bedrohlicher Gesellschaft analysieren!