Eichendorffs "Sehnsucht" - Formale Struktur
Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit je acht Versen und verwendet einen unreinen Kreuzreim sowie ein unreines Anapäst als Metrum. Diese leicht "unvollkommene" Form passt perfekt zum Thema – genau wie das lyrische Ich ist auch die Form nicht ganz "rund".
Ein lyrisches Ich erzählt in der Ich-Form von seinen Beobachtungen und Sehnsüchten. Eichendorff wechselt zwischen Präsens und Präteritum, was eine zeitlose, traumhafte Atmosphäre schafft.
Die formalen Merkmale sind typisch für die Romantik: volksnahe Strukturen, die aber kunstvolle Tiefe besitzen. Das macht das Gedicht zugänglich, aber gleichzeitig vielschichtig.
💡 Tipp für die Klausur: Achte darauf, wie Form und Inhalt zusammenwirken – die "Unvollkommenheit" der Form spiegelt die Unerfülltheit des lyrischen Ichs wider!




