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Goebbels Sportpalastrede Redeanalyse

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 Redeanalyse - Joseph Goebbels: Sportpalastrede
Am 18. Februar 1943 hielt der Reichspropagandaminister Goebbels im Berliner Sportpalast eine

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Goebbels Sportpalastrede Redeanalyse für den Deutsch Leistungskurs :) Abitur 2022

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Redeanalyse - Joseph Goebbels: Sportpalastrede Am 18. Februar 1943 hielt der Reichspropagandaminister Goebbels im Berliner Sportpalast eine zweieinhalbstündige Rede. Die Rede wurde zeitgleich jedoch nicht live über alle deutschen Rundfunksender ausgestrahlt und sollte den Glauben an die nationalsozialistische Führung wieder stärken. Zum Anlass wurde die Einstimmung auf weitere Kriegsjahre genommen. Das Vertrauen in die Regierung war geschwächt, da sich eine deutsche Niederlage im Zweiten Weltkrieg zu dem Zeitpunkt bereits abzeichnete, da es zu einigen Niederlagen der deutschen Wehrmacht im Winter 1942/1943 kam. Die Rede wurde vor einem ausgewählten Publikum gehalten, was darauf schließen lässt, dass die weltanschaulichen und ideologischen Ansichten ähnlich sind und sie die Anschauungen der Nationalsozialisten teilen. Da es sich um eine verkürzte Version der Rede handelt, wird hier nur der Schluss betrachtet. Die Rede handelt von der Zustimmung des Volkes für das NS-Regime. Joseph Goebbels hält seine Rede mit dem Ziel, den Glauben und das Vertrauen an die Nationalsozialistische Regierung zurückzugewinnen. Seine Intention ist eine Zustimmung für alle Opfer zu erhalten, welche im Rahmen des Krieges erbracht werden. In seiner Rede wendet sich Goebbels an die ausgewählte Zuhörerschaft, welche seinen Ansichten nach die gesamte deutsche Bevölkerung repräsentieren solle. Er stellt klar, dass er zehn Fragen an das Publikum richten würde und die ganze Welt, besonders aber die Feinde zuhören würden. Die ersten fünf...

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Fragen an das Publikum beziehen sich auf die Engländer. Diese seien überzeugt, dass die Deutschen nicht mehr an einen eigenen Sieg des Krieges glauben und sich auch nicht mehr durch ihre Gedanken und ihre Arbeit dafür begeistern und einsetzen würden. Auf jede der über die Engländer verfassten Thesen folgt eine Frage nach Willen, Entschlossenheit und Vertrauen auf die Regierung im Hinblick auf das Kriegsgeschehen. In seiner vierten Frage an das Publikum fragt der Redner, ob sie einen radikalen und totalen Krieg wollen. Goebbels fragt zudem, ob die Deutschen bereit seien, den Bolschewismus zu bekämpfen und auszulöschen. In der siebten Frage, bezieht sich Goebbels auf einen heiligen Schwur zur Unterstützung der Front. Darauf folgt eine Frage an die Frauen, ob sie arbeiten würden, um die Männer im Krieg zu unterstützen. In den letzten beiden Fragen an das Publikum ersucht Goebbels, ob das Publikum bereit für harte Maßnahmen gegen Gegner sei und ob das Volk sich die Belastungen des Krieges gleichermaßen aufteilen würde. Zum Schluss der Rede stellt Goebbels klar, dass die Meinung der Deutschen deutlich geworden sei und der Führer großes von dem Volk erwarte. Er beendet seine Rede mit der Parole „Nun, Volk, steh auf, und Sturm, brich los!". Joseph Goebbels beginnt seine Rede mit einer direkten Ansprache an das vorher sorgsam ausgewählte Publikum. Durch diese Ansprache in Form von „[i]hr also, meine Zuhörer, repräsentiert in diesem Augenblick die Nation" (Z.1-2) erzeugt er direkt einen persönlichen Bezug zum Publikum und spricht sie eindringlich mit dieser Apostrophe an. Das im Sportpalast in Berlin anwesende Publikum wurde von Goebbels ausgewählt, wodurch es Menschen sind welche seine politischen und ideologischen Meinungen teilen. So vermeidet er Widerspruch und erzeugt den Eindruck von zweifelsfreier Zustimmung. Das verdeutlicht der Redner indem er diese Zustimmung als Einverständnis und Begeisterung der Allgemeinheit präsentiert. Dies zeigt sich in Form des Zitates [...] durch euren Mund hat sich damit die Stellungnahme des deutschen Volkes manifestiert" (Z.84-86). Er betont außerdem, dass Menschen überall auf der Welt und auch politische Gegner bei dieser Rede zuhören (Vgl. Z.3-5). Damit verdeutlicht der Redner die Wichtigkeit seiner Ansprache und sorgt für Bewunderung bei seinem Publikum. In seiner Rede stellt Goebbels zehn Fragen an das anwesende Publikum und nutzt hierbei die rhetorischen Fragen um ein Gefühl von Entscheidungen aus freiem Willen und eigener Überzeugung zu erschaffen (Vgl. ,,[S]eid ihr entschlossen" Z.12). Mit den Anaphern ,,Die Engländer behaupten“ (Z. 8, 17, 25, 34, 42) und „Ich frage euch“ (Z. 9, 18, 28) wiederholt er mehrfach gleiche Wörter am Satzanfang. Damit betont er nicht nur seine Aussage und die Zusammengehörigkeit, sondern erhöht auch die Einprägsamkeit. Zudem wertet er gleichzeitig seinen politischen Gegner, England und damit auch die Alliierten, ab. Er diskreditiert die Engländer insofern das er sich einer Manipulationsmethode bedient, um den Gegner schlecht dastehen zu lassen. Durch die Verwendung des Wortes „behaupten“ nimmt er die Glaubwürdigkeit der Aussage der Engländer. So möchte er seinen Gegner in ein schlechtes Licht rücken und deren Vertrauenswürdigkeit nehmen, um potenzielle Sympathisanten von ihrer Überzeugung abzubringen. Da die Engländer zu dem Zeitpunkt militärisch gegen Deutschland kämpften, nutzt Goebbels diese Abwertung um das eigene Volk anzutreiben und sich in ihrem Glauben an sich selbst zu bestärken. Zudem wertet er auch „einen kleinen Kreis von Drückebergern und Schiebern“ (Z.69-70) ab, welche „[…] die Not des Volkes zu eigensüchtigen Zwecken ausnutzen wollen“ (Z. 72-73). So drängt er den einzelnen Zuhörer zu einer Entscheidung, ob er sich zum Deutschen Volk und damit zum Führer und der Regierung bekennt, oder ob er in die Gruppe der abgewerteten Gegner und Feinde eingeordnet werden möchte. Das Gegenteil geschieht durch die Verwendung der Alliteration „durch dick und dünn“ (Z.14), denn er versetzt die Zuhörer in die Rolle eines treuen Freundes. Die Redewendung soll die Verpflichtung füreinander einzustehen verdeutlichen und es wird eine Freundschaft zwischen dem Führer und dem Volk suggeriert. (Vgl. Z. 12-14) Daran anknüpfend folgt anschließend eine Forderung zu „schwerster persönlicher Belastung". (Z.15) Es wird erwartet dem treuen Freund und Führer zu helfen und es scheint daher etwas zu sein, was man zweifelsfrei für seine Freunde tun sollte. Dadurch versucht der Redner das Publikum von der Regierung zu begeistern und sie als Verbündete darzustellen. Eine Glorifizierung des Führers wird auch durch die aufwertende Metapher „Phalanx“ (Z.19) deutlich. So wird er nicht nur anschaulich, sondern auch überzeugend dargestellt. Hierbei wird erneut deutlich, dass Goebbels versucht, die Regierung zu stärken und Vertrauen wiederherzustellen. Des Weiteren verwendet Goebbels in seiner Rede religiöse Begriffe, beispielsweise spricht er von dem „heiligen Eid" (Z. 56-57). Dadurch erhebt er den Nationalsozialismus zur Religion und stellt es als eine höhere Macht dar. Als Fazit fasst Goebbels die gemachten Aussagen zu einem „Gebot der Stunde" (Z.103) zusammen. Dies bindet die Zuhörer noch einmal an ihn und lässt sie nach der langen Rede mit einem klaren Fazit und einem klaren Ziel vor Augen aus dem Sportpalast gehen. Dies unterstützt ihn bei seiner Intention, den Zuhörern wieder ein Vertrauen in die Nationalsozialistische Regierung zu geben. Man kann zusammenfassend sagen, dass seine Intention das Rückgewinnen von Vertrauen und ein volles Einverständnis für jegliche Handlungen im Krieg ist. Er nutzt die Gleichgesinnten im Sportpalast als scheinbare Stimme des deutschen Volkes. Außerdem ist es ein eindeutiges Zeichen gegenüber Kritikern und Feinden, welche er Einzuschüchtern versucht. Abschließend lässt sich sagen, dass die Sportpalastrede von Goebbels als äußerst wirkungsvoll und manipulierend zu bewerten ist. Durch eine Abwertung seiner Gegner, direkte Ansprachen und rhetorische Mittel wie Metaphern oder Anaphern ist die Rede äußerst überzeugend. Da er das ausgewählte Publikum im Berliner Sportpalast im Februar 1943 als Meinungsbild der Allgemeinheit darstellt, erweckt er einen positiven Eindruck welche seine eigene Position und die Regierung trotz der aussichtslosen Kriegslage aufwertet.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Fragen an das Publikum beziehen sich auf die Engländer. Diese seien überzeugt, dass die Deutschen nicht mehr an einen eigenen Sieg des Krieges glauben und sich auch nicht mehr durch ihre Gedanken und ihre Arbeit dafür begeistern und einsetzen würden. Auf jede der über die Engländer verfassten Thesen folgt eine Frage nach Willen, Entschlossenheit und Vertrauen auf die Regierung im Hinblick auf das Kriegsgeschehen. In seiner vierten Frage an das Publikum fragt der Redner, ob sie einen radikalen und totalen Krieg wollen. Goebbels fragt zudem, ob die Deutschen bereit seien, den Bolschewismus zu bekämpfen und auszulöschen. In der siebten Frage, bezieht sich Goebbels auf einen heiligen Schwur zur Unterstützung der Front. Darauf folgt eine Frage an die Frauen, ob sie arbeiten würden, um die Männer im Krieg zu unterstützen. In den letzten beiden Fragen an das Publikum ersucht Goebbels, ob das Publikum bereit für harte Maßnahmen gegen Gegner sei und ob das Volk sich die Belastungen des Krieges gleichermaßen aufteilen würde. Zum Schluss der Rede stellt Goebbels klar, dass die Meinung der Deutschen deutlich geworden sei und der Führer großes von dem Volk erwarte. Er beendet seine Rede mit der Parole „Nun, Volk, steh auf, und Sturm, brich los!". Joseph Goebbels beginnt seine Rede mit einer direkten Ansprache an das vorher sorgsam ausgewählte Publikum. Durch diese Ansprache in Form von „[i]hr also, meine Zuhörer, repräsentiert in diesem Augenblick die Nation" (Z.1-2) erzeugt er direkt einen persönlichen Bezug zum Publikum und spricht sie eindringlich mit dieser Apostrophe an. Das im Sportpalast in Berlin anwesende Publikum wurde von Goebbels ausgewählt, wodurch es Menschen sind welche seine politischen und ideologischen Meinungen teilen. So vermeidet er Widerspruch und erzeugt den Eindruck von zweifelsfreier Zustimmung. Das verdeutlicht der Redner indem er diese Zustimmung als Einverständnis und Begeisterung der Allgemeinheit präsentiert. Dies zeigt sich in Form des Zitates [...] durch euren Mund hat sich damit die Stellungnahme des deutschen Volkes manifestiert" (Z.84-86). Er betont außerdem, dass Menschen überall auf der Welt und auch politische Gegner bei dieser Rede zuhören (Vgl. Z.3-5). Damit verdeutlicht der Redner die Wichtigkeit seiner Ansprache und sorgt für Bewunderung bei seinem Publikum. In seiner Rede stellt Goebbels zehn Fragen an das anwesende Publikum und nutzt hierbei die rhetorischen Fragen um ein Gefühl von Entscheidungen aus freiem Willen und eigener Überzeugung zu erschaffen (Vgl. ,,[S]eid ihr entschlossen" Z.12). Mit den Anaphern ,,Die Engländer behaupten“ (Z. 8, 17, 25, 34, 42) und „Ich frage euch“ (Z. 9, 18, 28) wiederholt er mehrfach gleiche Wörter am Satzanfang. Damit betont er nicht nur seine Aussage und die Zusammengehörigkeit, sondern erhöht auch die Einprägsamkeit. Zudem wertet er gleichzeitig seinen politischen Gegner, England und damit auch die Alliierten, ab. Er diskreditiert die Engländer insofern das er sich einer Manipulationsmethode bedient, um den Gegner schlecht dastehen zu lassen. Durch die Verwendung des Wortes „behaupten“ nimmt er die Glaubwürdigkeit der Aussage der Engländer. So möchte er seinen Gegner in ein schlechtes Licht rücken und deren Vertrauenswürdigkeit nehmen, um potenzielle Sympathisanten von ihrer Überzeugung abzubringen. Da die Engländer zu dem Zeitpunkt militärisch gegen Deutschland kämpften, nutzt Goebbels diese Abwertung um das eigene Volk anzutreiben und sich in ihrem Glauben an sich selbst zu bestärken. Zudem wertet er auch „einen kleinen Kreis von Drückebergern und Schiebern“ (Z.69-70) ab, welche „[…] die Not des Volkes zu eigensüchtigen Zwecken ausnutzen wollen“ (Z. 72-73). So drängt er den einzelnen Zuhörer zu einer Entscheidung, ob er sich zum Deutschen Volk und damit zum Führer und der Regierung bekennt, oder ob er in die Gruppe der abgewerteten Gegner und Feinde eingeordnet werden möchte. Das Gegenteil geschieht durch die Verwendung der Alliteration „durch dick und dünn“ (Z.14), denn er versetzt die Zuhörer in die Rolle eines treuen Freundes. Die Redewendung soll die Verpflichtung füreinander einzustehen verdeutlichen und es wird eine Freundschaft zwischen dem Führer und dem Volk suggeriert. (Vgl. Z. 12-14) Daran anknüpfend folgt anschließend eine Forderung zu „schwerster persönlicher Belastung". (Z.15) Es wird erwartet dem treuen Freund und Führer zu helfen und es scheint daher etwas zu sein, was man zweifelsfrei für seine Freunde tun sollte. Dadurch versucht der Redner das Publikum von der Regierung zu begeistern und sie als Verbündete darzustellen. Eine Glorifizierung des Führers wird auch durch die aufwertende Metapher „Phalanx“ (Z.19) deutlich. So wird er nicht nur anschaulich, sondern auch überzeugend dargestellt. Hierbei wird erneut deutlich, dass Goebbels versucht, die Regierung zu stärken und Vertrauen wiederherzustellen. Des Weiteren verwendet Goebbels in seiner Rede religiöse Begriffe, beispielsweise spricht er von dem „heiligen Eid" (Z. 56-57). Dadurch erhebt er den Nationalsozialismus zur Religion und stellt es als eine höhere Macht dar. Als Fazit fasst Goebbels die gemachten Aussagen zu einem „Gebot der Stunde" (Z.103) zusammen. Dies bindet die Zuhörer noch einmal an ihn und lässt sie nach der langen Rede mit einem klaren Fazit und einem klaren Ziel vor Augen aus dem Sportpalast gehen. Dies unterstützt ihn bei seiner Intention, den Zuhörern wieder ein Vertrauen in die Nationalsozialistische Regierung zu geben. Man kann zusammenfassend sagen, dass seine Intention das Rückgewinnen von Vertrauen und ein volles Einverständnis für jegliche Handlungen im Krieg ist. Er nutzt die Gleichgesinnten im Sportpalast als scheinbare Stimme des deutschen Volkes. Außerdem ist es ein eindeutiges Zeichen gegenüber Kritikern und Feinden, welche er Einzuschüchtern versucht. Abschließend lässt sich sagen, dass die Sportpalastrede von Goebbels als äußerst wirkungsvoll und manipulierend zu bewerten ist. Durch eine Abwertung seiner Gegner, direkte Ansprachen und rhetorische Mittel wie Metaphern oder Anaphern ist die Rede äußerst überzeugend. Da er das ausgewählte Publikum im Berliner Sportpalast im Februar 1943 als Meinungsbild der Allgemeinheit darstellt, erweckt er einen positiven Eindruck welche seine eigene Position und die Regierung trotz der aussichtslosen Kriegslage aufwertet.