Gottfried Benn: Kleine Aster - Grundlagen
Stell dir vor, du müsstest ein Gedicht über eine Obduktion schreiben - genau das macht Benn hier. Das Gedicht beschreibt einen ertrunkenen Bierfahrer, der obduziert wird, während eine kleine Aster zwischen seinen Zähnen steckt.
Das lyrische Ich ist selbst der Pathologe, der die Leiche seziert. Dabei fällt die Blume ins Gehirn und wird schließlich liebevoll in die Brusthöhle gelegt. Krass, oder?
Der Expressionismus wollte schockieren und die Realität ungefiltert zeigen. Benn war selbst Arzt und kannte solche Szenen aus seinem Beruf.
Merktipp: Das Gedicht zeigt den typischen expressionistischen Kontrast zwischen roher Realität und zarter Schönheit!































