Kapitel 1: Die Strafarbeit
Du kennst das sicher - manchmal bringen dich Erinnerungen an die Familie richtig auf die Palme! Genau so geht es Siggi Jepsen im Winter 1952/53. Er sitzt in einem Heim für schwererziehbare Jugendliche auf einer Elb-Insel, weil er mehrmals Bilder gestohlen hat.
Seine Aufgabe klingt erstmal harmlos: einen Aufsatz über "Die Freuden der Pflicht" schreiben. Aber Siggi kriegt kein Wort aufs Papier, weil ihn Erinnerungen an seinen verhassten Vater völlig blockieren. Also gibt er einfach ein leeres Heft ab - ziemlich mutig, oder?
Der Lehrer Dr. Korbjuhn rastet aus und Siggi landet in der Arrestzelle. Dort soll er den Aufsatz nachschreiben. Erst wehrt er sich, dann beginnt er wie unter Zwang seine Geschichte aufzuschreiben. Diese Rahmenhandlung erklärt, warum wir die ganze Story überhaupt erfahren.
Tipp: Die Arrestzelle wird zum Ort der Selbstreflexion - Siggi verarbeitet hier seine traumatischen Kindheitserlebnisse während der NS-Zeit.







