Sprachmodelle - Watzlawick und Schulz von Thun
Paul Watzlawicks 5 Axiome zeigen dir, warum Kommunikation oft komplizierter ist als gedacht. Das erste Axiom besagt: Man kann nicht nicht kommunizieren - selbst wenn du schweigst oder wegschaust, sendest du eine Botschaft.
Besonders wichtig ist das zweite Axiom: Jede Nachricht hat einen Inhaltsaspekt (was gesagt wird) und einen Beziehungsaspekt (wie es gesagt wird). Wenn deine Mutter "Räum dein Zimmer auf" sagt, hörst du nicht nur die Information, sondern auch den Ton - und darauf reagierst du oft stärker.
Die anderen Axiome erklären, dass Kommunikation immer Ursache und Wirkung ist, sowohl analog (nonverbal) als auch digital (verbal) ablaufen kann, und entweder symmetrisch (auf Augenhöhe) oder komplementär (hierarchisch) ist.
Schulz von Thuns Vier-Seiten-Modell zeigt, dass jede Aussage vier Botschaften enthält: Sachinhalt (reine Information), Selbstoffenbarung (was du über dich verrätst), Beziehung (wie ihr zueinander steht) und Appell (was du erreichen willst).
💡 Praxis-Tipp: Wenn jemand sagt "Es ist kalt hier", kann das bedeuten: Sachinhalt (Temperatur), Selbstoffenbarung (mir ist kalt), Beziehung (du kümmerst dich nicht um mich) oder Appell (mach das Fenster zu!).