Die wichtigsten Medientheoretiker im Überblick
Bertolt Brecht war schon in den 1930ern überzeugt, dass Radio mehr sein könnte als nur Berieselung. Er wollte aus Zuhörern aktive Mitspieler machen - eine Art Vorläufer von heutigen Podcasts oder Live-Streams. Enzensberger griff diese Idee später auf und forderte echte Kommunikation statt einseitiger Verteilung von Inhalten.
Niklas Luhmann sah das skeptischer: Für ihn manipulieren Medien uns unbewusst, um ihre "Ware" zu verkaufen. Neil Postman kritisierte besonders das Fernsehen als reine Unterhaltungsmaschine, die ernste Themen trivialisiert.
Die moderne Internetforschung ist genauso gespalten. Steven Pinker sieht digitale Medien als hilfreiche Informationsquelle, während Thomas Metzinger vor Selbstwertproblemen und einer Art "Traumzustand" durch Internetnutzung warnt.
Jens Jessen beschäftigt sich mit einem anderen Aspekt: Wie Medien unsere Sprache verändern und zur "Hybridsprache" zwischen verschiedenen sozialen Gruppen werden.
Prüfungstipp: Lern nicht nur die Namen, sondern verstehe die Grundhaltung: Wer sieht Medien positiv, wer kritisch und warum?