Die Romantik: Gefühle statt Verstand
Stell dir vor, du lebst in einer Zeit, in der plötzlich überall Fabriken entstehen und die Wissenschaft alles erklären will. Genau dagegen rebellierte die Romantik (1795-1848) - sie wollte das Geheimnisvolle und Träumerische bewahren.
Die Romantiker waren echte Rebellen gegen die Klassik und Aufklärung. Sie fanden es langweilig, dass alles rational erklärt werden sollte. Stattdessen interessierten sie sich für Mythen, Träume und das Unheimliche. Das Innenleben des Menschen wurde viel wichtiger als äußere Regeln.
Die Progressive Universalpoesie war ihr revolutionäres Konzept: Keine starren Regeln mehr! Epik, Dramatik und Lyrik sollten verschmelzen, Kunst sollte sich mit Wissenschaft verbinden. Deshalb blieben viele romantische Werke absichtlich unvollendet - sie sollten ja progressiv und erweiterbar sein.
Merke dir: Die wichtigsten Motive sind die blaue Blume (Sehnsucht), das Spiegelmotiv (Realität vs. Irrealität) und die Nacht (Tod und Vergänglichkeit). Typische Schauplätze sind Friedhöfe, Ruinen und dunkle Wälder.
Die Epoche gliedert sich in drei Phasen: Frühromantik (1796-1802) mit Lebensreformen, Hochromantik (1805-1814) mit Mittelalter-Nostalgie und Spätromantik (1815-1835) mit mystischen und patriotischen Tendenzen.