Aufklärung, Sturm und Drang & Klassik
Die Aufklärung brachte nach dem Dreißigjährigen Krieg endlich wieder Ordnung ins Denken. Kant forderte: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Die Autoren kritisierten die Kirche scharf und stellten das Bildungsbürgertum in den Mittelpunkt ihrer Werke.
Lessing schrieb mit "Nathan der Weise" ein Plädoyer für Toleranz, während Gottsched die Regeln für gute Dichtung aufstellte. Die typischen Textformen waren Fabeln, Parabeln und aufklärerische Dramen.
Der Sturm und Drang war die rebellische Antwort der Jugend auf die rationale Aufklärung. Schiller und der junge Goethe setzten auf Gefühlsintensität statt auf kühle Vernunft. "Die Leiden des jungen Werthers" wurde zum ersten Bestseller der deutschen Literatur.
Die Klassik vereinte schließlich Vernunft und Gefühl zu einer harmonischen Synthese. Goethe und Schiller wollten die Menschen zu Humanität und Moralität erziehen - mit Werken wie "Faust I" und "Wilhelm Tell".
Merktipp: Aufklärung = Verstand, Sturm und Drang = Gefühl, Klassik = beides in Harmonie!






