Maria Stuart im Kerker: Rivalität und Hoffnung
Maria Stuart, die Königin von Schottland, wird im Schloss Fotheringhay gefangen gehalten. Ritter Paulet und sein Gehilfe Drury durchsuchen ihre Gemächer nach versteckten Wertgegenständen, mit denen sie Personal bestechen könnte. Trotz der Proteste ihrer treuen Amme Hanna Kennedy nehmen sie Briefe und Schmuck an sich.
Als Maria Stuart mit Schleier und Kreuz hinzukommt, bittet sie Paulet, ihren Brief an Elisabeth zu übergeben. Darin ersucht sie um ein persönliches Treffen mit der englischen Königin. Außerdem wünscht sie einen katholischen Priester und einen Notar für ihr Testament. Paulet verweigert ihr jede Auskunft über ihr Urteil.
Mortimer, Paulets Neffe, tritt kurz ein und ignoriert Maria völlig. Nach seinem Abgang erklärt Paulet, Mortimer sei "keiner von den weichen Toren, die eine falsche Weiberträne schmelzt."
Achtung: Maria Stuart mag zwar gefangen sein, aber ihre königliche Würde hat sie nicht verloren. Sie verhält sich trotz ihrer verzweifelten Lage besonnen und strategisch klug.
Als Maria mit Kennedy allein zurückbleibt, wird sie plötzlich melancholisch. Es ist der Jahrestag der Ermordung ihres Gatten, für die sie sich noch immer schuldig fühlt. Kennedy versucht, ihre Königin zu trösten und erinnert an die bösen Taten ihres Mannes und die Verführungskünste von Bothwell, der Maria verführt hatte.



























