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4. Feb. 2026

25 Seiten

Maria Stuart von Friedrich von Schiller – Übersicht und Details

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Friedrich Schillers Trauerspiel "Maria Stuart" schildert den dramatischen Konflikt zwischen... Mehr anzeigen

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# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Maria Stuart im Kerker: Rivalität und Hoffnung

Maria Stuart, die Königin von Schottland, wird im Schloss Fotheringhay gefangen gehalten. Ritter Paulet und sein Gehilfe Drury durchsuchen ihre Gemächer nach versteckten Wertgegenständen, mit denen sie Personal bestechen könnte. Trotz der Proteste ihrer treuen Amme Hanna Kennedy nehmen sie Briefe und Schmuck an sich.

Als Maria Stuart mit Schleier und Kreuz hinzukommt, bittet sie Paulet, ihren Brief an Elisabeth zu übergeben. Darin ersucht sie um ein persönliches Treffen mit der englischen Königin. Außerdem wünscht sie einen katholischen Priester und einen Notar für ihr Testament. Paulet verweigert ihr jede Auskunft über ihr Urteil.

Mortimer, Paulets Neffe, tritt kurz ein und ignoriert Maria völlig. Nach seinem Abgang erklärt Paulet, Mortimer sei "keiner von den weichen Toren, die eine falsche Weiberträne schmelzt."

Achtung: Maria Stuart mag zwar gefangen sein, aber ihre königliche Würde hat sie nicht verloren. Sie verhält sich trotz ihrer verzweifelten Lage besonnen und strategisch klug.

Als Maria mit Kennedy allein zurückbleibt, wird sie plötzlich melancholisch. Es ist der Jahrestag der Ermordung ihres Gatten, für die sie sich noch immer schuldig fühlt. Kennedy versucht, ihre Königin zu trösten und erinnert an die bösen Taten ihres Mannes und die Verführungskünste von Bothwell, der Maria verführt hatte.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Heimliche Verbündete und gefährliche Pläne

Mortimer kehrt zurück und schickt Kennedy hinaus, um mit Maria allein zu sprechen. Er überreicht ihr eine Karte vom Kardinal von Lothringen aus Frankreich, die ihn als vertrauenswürdigen Freund ausweist.

Mortimer offenbart Maria, dass er heimlich zum Katholizismus konvertiert ist und sie retten will. Erschüttert erfährt Maria, dass sie zum Tode verurteilt wurde. Sie fürchtet jedoch weniger die offizielle Hinrichtung als einen heimlichen Mord. Mortimer verspricht, sie mit zwölf jungen Männern zu befreien. Maria bittet ihn stattdessen, mit Graf Leicester zu sprechen, und gibt ihm einen Brief und ihr Bildnis mit.

Als Lord Burleigh erscheint, um Maria das Todesurteil zu verkünden, klagt sie über das ungerechte Verfahren. Burleigh wirft ihr vor, mit anderen Königen gegen England konspiriert zu haben. Maria wehrt sich und betont, dass sie sich im Gegensatz zu Elisabeth nie mit Mord beflecken würde.

Nach Marias Abgang bleibt Burleigh mit Paulet zurück. Der Kerkermeister gibt zu, dass der Prozess nicht korrekt verlaufen sei. Burleigh schlägt indirekt vor, Maria heimlich zu ermorden, um Elisabeth die schwere Entscheidung zu ersparen. Paulet lehnt entschieden ab: "Eher wollt ich zehn Kronen verlieren, als in euren Orden pfuschend mich begeben."

Im zweiten Aufzug trifft Elisabeth im Palast zu Westminster französische Gesandte, die um ihre Hand werben. Sie macht jedoch deutlich, dass sie ihre Freiheit zu sehr schätzt, um zu heiraten.

Denk daran: Die Rivalität zwischen Maria und Elisabeth ist nicht nur politisch, sondern auch persönlich. Beide Frauen repräsentieren gegensätzliche Lebensentwürfe in einer männerdominierten Welt.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Elisabeths Machtkampf und heimliche Intrigen

Nach dem Treffen mit den französischen Gesandten beraten Burleigh, Leicester und Shrewsbury die Königin über das Todesurteil für Maria Stuart. Während Burleigh für die Hinrichtung plädiert und Talbot (Shrewsbury) für Gnade eintritt, versucht Leicester Elisabeth zu überzeugen, dass sie Maria nicht zu fürchten brauche.

Als Ritter Paulet mit seinem Neffen Mortimer erscheint, erklärt dieser, er habe die Pläne der schottischen Verbannten ausspioniert. Paulet übergibt Elisabeth Marias Brief, der sie zunächst rührt. Während sie liest, sprechen Mortimer und Leicester heimlich miteinander. Burleigh rät entschieden von einem Treffen mit Maria ab, doch Talbot und Leicester unterstützen die Idee.

Allein mit Mortimer, lobt Elisabeth ihn für seinen Dienst und bittet ihn, Maria heimlich zu ermorden, um ihre eigenen Hände offiziell frei von Blut zu halten. Mortimer geht zum Schein darauf ein: "Nenn mir die Zeit, den Ort, sprich, wo ich es vollbringen soll."

Nachdem Elisabeth gegangen ist, offenbart Mortimer seine wahren Gedanken: "Geh, falsche, gleisnerische Königin! Wie du die Welt, so täusch ich dich." Er freut sich, mehr Zeit für Marias Rettung gewonnen zu haben.

Paulet nähert sich seinem Neffen und ahnt dessen Pläne. Er warnt ihn eindringlich, sein Gewissen nicht zu verletzen.

Wichtig: Die Intrigen am Hof werden immer gefährlicher. Jeder verfolgt eigene Ziele und niemand kann wirklich jemandem vertrauen. Die politische Welt erweist sich als moralisches Labyrinth.

Als Leicester hinzukommt, ist Paulet wütend über das Lob des Grafen für Mortimer und geht ab. Leicester zweifelt an Mortimers Vertrauenswürdigkeit, doch dieser übergibt ihm Marias Brief mit ihrem Bild. Leicester ist bewegt und gesteht, dass er es bereut, Maria einst nicht geheiratet zu haben. Er lehnt jedoch Mortimers gefährlichen Befreiungsplan ab.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Heimliche Liebe und fatale Begegnung

Leicester, von Marias Brief tief berührt, liest ihn entzückt und bekennt gegenüber Mortimer, dass er bereut, Maria nicht geheiratet zu haben. Als Mortimer von seinem Befreiungsplan erzählt, weicht Leicester erschrocken zurück. Die beiden streiten über die richtige Vorgehensweise.

Als Elisabeth hinzukommt, versucht Leicester mit Komplimenten seine Verwirrung zu verbergen. Die eifersüchtige Königin erwähnt, dass sie nicht so frei wählen könne wie Maria Stuart. Geschickt überredet Leicester sie zu einem Treffen mit Maria – angeblich damit Elisabeth sehen kann, dass sie die Schönere ist und Maria damit peinigen könne. Elisabeth willigt spontan ein.

Im dritten Aufzug spielt die Handlung in einem Park. Maria genießt euphorisch ihre kurzfristige Freiheit unter freiem Himmel. Sie hofft, dass dies ein Schritt zu ihrer vollständigen Befreiung sein könnte. Hanna Kennedy versucht, diese Hoffnung zu dämpfen.

Paulet erscheint und eröffnet Maria, dass sie gleich Elisabeth treffen werde. Maria erschrickt: "O warum hat man mich nicht vorbereitet! Jetzt bin ich nicht gefasst, jetzt nicht!" Sie möchte fliehen, doch Paulet befiehlt ihr zu bleiben.

Beachte: Dieser Moment zeigt die Verletzlichkeit Marias - trotz ihrer königlichen Haltung hat sie Angst vor der Begegnung mit ihrer Rivalin.

Graf Shrewsbury kommt hinzu und ermutigt Maria, ihren Hass gegen Elisabeth zu vergessen und demütig zu sein. Maria zweifelt an der Möglichkeit einer Versöhnung. Talbot verrät ihr, dass sie das Treffen Leicester zu verdanken hat.

Als Elisabeth mit ihrem Gefolge erscheint, mustert sie Maria abfällig und stellt sich unwissend: "Wer ist die Lady?" Leicester erklärt der scheinbar Ahnungslosen, dass sie zufällig zu Maria geführt wurde. Maria kniet vor Elisabeth nieder und bittet um Gnade, doch Elisabeth bleibt kalt und wirft ihr Eifersucht und Machtgier vor.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Der fatale Streit der Königinnen

Maria Stuart versucht demütig, Elisabeth zu besänftigen. Sie erklärt, sie würde alles vergeben, was die englische Königin ihr angetan hat, und erhofft sich dieselbe Nachsicht. Elisabeth ignoriert dieses Angebot und wirft Maria weiterhin Eifersucht und Gier auf die englische Krone vor.

In ihrer Verzweiflung versichert Maria, auf alle Ansprüche zu verzichten und hofft auf ihre Freilassung. Doch statt Verständnis zu zeigen, beleidigt Elisabeth sie weiter. Dies führt zum Wendepunkt: Maria verliert ihre Demut und greift Elisabeth scharf an:

"Der Thron von England ist durch einen Bastard entweiht, der Briten edelherzig Volk durch eine list'ge Gauklerin betrogen."

Trotz Shrewsburys und Leicesters Versuchen, den Streit zu schlichten, verlässt Elisabeth zornig den Park. Maria bleibt mit ihrer Amme zurück, die entsetzt ist über das Verhalten ihrer Herrin. Doch Maria fühlt sich seltsam erleichtert, endlich einen Moment des Triumphs über Elisabeth erlebt zu haben.

Mortimer kommt hinzu und ist begeistert von Marias Mut. Er schwärmt leidenschaftlich von ihr, während Maria eigentlich nur wissen will, was Leicester zu ihrem Brief gesagt hat. Mortimer erklärt abfällig, der Graf sei ein Feigling, und nur er selbst könne sie retten. Er berichtet ihr von seinem Plan, nachts das Schloss zu stürmen.

Achtung: Mortimers zunehmende Leidenschaft wird gefährlich. Er verliert die Kontrolle über seine Gefühle und seine Besessenheit könnte Marias Lage noch verschlimmern.

Maria ist schockiert von Mortimers Plan und noch mehr, als dieser sie plötzlich bedrängt und ihre Liebe als Belohnung fordert. Als Hanna mit der Warnung herbeieilt, dass bewaffnetes Volk in den Garten eindringt, bewaffnet sich Mortimer mit einem Dolch, während die Frauen ins Haus flüchten.

Paulet und Drury stürmen herbei und verkünden, dass Königin Elisabeth auf Londons Straßen ermordet wurde. Mortimer bleibt verwirrt zurück und kann die Nachricht nicht glauben. Sein Freund Okelly bestätigt jedoch, dass der Mordanschlag missglückt ist und sie alle dem Tod geweiht sind.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Intrigen und Verrat am Hofe

Im vierten Aufzug spielt die Handlung im Palast zu Westminster. Graf Aubespine zeigt sich bestürzt über den Mordanschlag auf Elisabeth und erkundigt sich nach ihrem Wohlbefinden. Burleigh befiehlt Staatssekretär Davison, den Befehl zur Hinrichtung Maria Stuarts schnellstmöglich auszufertigen.

Überraschend verweist Burleigh den französischen Grafen des Landes. Ein Pass, den Aubespine ausgestellt hatte, wurde beim Attentäter gefunden. Die Brautwerbung ist damit von beiden Seiten beendet.

Leicester und Burleigh geraten in ein heftiges Wortgefecht. Burleigh wirft Leicester vor, Elisabeth hinter seinem Rücken zu Maria Stuart geführt zu haben. Er hat durchschaut, dass Leicester heimlich der schottischen Königin helfen will:

"Ihr führtet die Königin nach Fotheringhay. Das war es, was euch dorthin trieb."

Leicester reagiert empört und fordert, das Thema vor Elisabeth zu klären. Nach Burleighs Abgang fühlt sich Leicester ertappt: "Nicht Rettung seh ich, nirgends!"

Merke dir: In diesem politischen Spinnennetz ist Loyalität ein gefährliches Gut. Jeder kämpft letztlich für sich selbst, und Bündnisse können jederzeit brechen.

Mortimer erscheint ängstlich, um Leicester zu warnen: "Euch zu warnen komm ich, auch eure Schritte sind verraten." Burleigh hat nach dem Mordversuch einen Brief von Maria an Leicester gefunden. Leicester läuft verzweifelt umher, während Mortimer vorschlägt, sich bei Elisabeth mit Entschuldigungen zu rehabilitieren.

In einer schockierenden Wendung ruft Leicester Wachen herbei und befiehlt, Mortimer als Staatsverräter festzunehmen. Mortimer, der Leicester verachtet, nimmt sich selbst mit den Worten das Leben: "Maria, heil'ge, bitt für mich!"

Unterdessen hat Burleigh Elisabeth den verräterischen Brief übergeben. Die Königin ist fassungslos über Leicesters Verrat. Sie befiehlt, Maria Stuart hinrichten zu lassen und Leicester dabei zusehen zu lassen.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Elisabeths Gewissensqualen und Leicesters Täuschung

Als ein Page Leicester ankündigt, weist Elisabeth ihn zunächst strikt ab. Doch schnell kommen ihr Zweifel, ob der Brief nicht nur ein Trick von Maria war, um sie von ihrem treuesten Freund zu entzweien.

Leicester stürmt unerlaubt herein und besteht darauf, angehört zu werden. Er behauptet geschickt, Maria nur zum Schein Freundschaft vorgespielt zu haben, um sie auszuspionieren. Um Burleighs Einwände abzuwehren, diskreditiert er diesen und behauptet, Mortimers Verhaftung habe einen Befreiungsversuch verhindert.

Auf Burleighs Drängen übernimmt Leicester sogar die Aufsicht über Maria Stuarts Hinrichtung. Kent berichtet von Unruhen im Volk, das die sofortige Unterschrift der Königin unter das Todesurteil fordert.

Graf Shrewsbury eilt herbei und versucht, Elisabeth davon abzuhalten, das Urteil zu unterschreiben. Er warnt: "Nicht die lebendige Stuart, die enthauptete fürchte." Elisabeth ist verzweifelt und des Herrschens überdrüssig. Sie unterschreibt schließlich hastig das Urteil und übergibt es Davison mit den zweideutigen Worten:

"Ein Blatt Papier entscheidet noch nicht, ein Name tötet nicht."

Wichtig zu verstehen: Elisabeth zeigt hier ihre moralische Schwäche. Sie unterschreibt das Todesurteil, will aber die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Dieses Verhalten wird später schwerwiegende Konsequenzen haben.

Der verzweifelte Davison fleht um klare Anweisungen, doch Elisabeth verlässt erbost den Raum. Burleigh bedrängt ihn, das unterschriebene Urteil auszuhändigen, und entreißt es ihm schließlich mit Gewalt.

Im fünften Aufzug bereitet sich Maria Stuart auf ihre Hinrichtung vor. Hanna Kennedy verpackt weinend die Reichtümer ihrer Herrin. Melvil, Marias ehemaliger Haushofmeister, kommt, um sich zu verabschieden. Kennedy berichtet, wie Maria noch in der Nacht auf ihre Befreiung hoffte, als sie ein Pochen hörte – das vom Aufbau des Schafotts stammte.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Marias würdevoller Abschied

Margareta Kurl, Marias Kammerfrau, erscheint und beschuldigt ihren Mann, Marias ehemaligen Schreiber, durch falsche Aussagen zur Verurteilung der Königin beigetragen zu haben. Burgoyn, ein weiterer Diener, ordert einen Glas Wein für Maria, der ihr Kraft geben soll.

Maria Stuart tritt in weißer Kleidung, mit Diadem, schwarzem Schleier und einem Kreuz in der Hand ein. Statt zu trauern, fordert sie ihre Bediensteten auf, sich mit ihr zu freuen, da ihr Leid nun ende:

"Freut euch, dass meiner Leiden Ende naht, dass meine Bande fallen, mein Kerker aufgeht."

Sie verteilt ihre Habseligkeiten an die Anwesenden, verabschiedet sich und bleibt mit Melvil allein zurück.

Beachte: In diesen letzten Stunden zeigt Maria eine beeindruckende innere Größe und Würde. Sie hat durch ihr Leiden eine moralische Höhe erreicht, die Elisabeth nie erlangen wird.

Als Maria beklagt, dass ihr eine letzte Beichte verwehrt bleibt, offenbart Melvil ihr, dass er inzwischen Priester geworden ist. Sie beichtet ihm ihren Hass auf Elisabeth, ihre Liebe zu Leicester und nochmals den Mord an ihrem Gatten. Als Melvil sie auf die Anschläge gegen Elisabeth anspricht, beteuert sie ihre Unschuld: "Nie hab ich durch Vorsatz oder Tat das Leben meiner Feindin angetastet!"

Burleigh, Leicester und Paulet treten ein. Maria bittet darum, dass ihr Testament vollzogen wird und ihr Diener ihr Herz nach Frankreich bringen darf. Sie bittet Burleigh um Verzeihung für ihre Entgleisung gegenüber Elisabeth und lässt ihr ausrichten, dass sie ihr die Hinrichtung vergebe.

Der Sheriff erscheint, um Maria zum Schafott zu führen. Sie bittet Melvil und Hanna, sie zu begleiten. Als sie Leicester erblickt, droht sie zusammenzubrechen. Mit sanfter Stimme erinnert sie ihn an sein Versprechen und wünscht ihm Glück mit Elisabeth, bevor sie abgeführt wird.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

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1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Die Folgen der Hinrichtung

Leicester bleibt allein zurück, von Schuldgefühlen geplagt. Er kann der Hinrichtung nicht beiwohnen, kann aber auch nicht fliehen, da die Tür verschlossen ist. Als er den Fall des Richtbeils hört, sinkt er ohnmächtig zusammen.

Im Palast zu Westminster wartet Elisabeth unruhig auf die Nachricht von Marias Hinrichtung. Ein Page berichtet, dass weder Leicester noch Burleigh in London seien. Elisabeth ahnt, dass Maria tot sein muss und durchlebt widersprüchliche Gefühle von Erleichterung und Furcht.

Graf Shrewsbury bringt erschütternde Neuigkeiten: Kurl, Marias Schreiber, hat im Tower gestanden, dass seine Aussage falsch und die Papiere gefälscht waren. Diese Information hat sich bereits in London verbreitet. Shrewsbury fordert eine neue Untersuchung des Falls, während Elisabeth ihre Kenntnis von Marias bereits vollstreckter Hinrichtung verheimlicht.

Als Davison eintritt, fordert Elisabeth das Urteil zurück, das sie ihm angeblich nur zur Verwahrung gegeben hatte. Er erklärt verzweifelt, dass das Urteil längst in Burleighs Händen sei. Elisabeth lässt ihn wegen Missbrauchs ihres Namens in den Tower werfen.

Entscheidend: Elisabeth versucht, die Verantwortung für die Hinrichtung auf andere abzuwälzen. Diese moralische Feigheit wird zu ihrer Isolation führen.

Burleigh verkündet schließlich Marias Tod. Elisabeth fragt ihn demonstrativ, ob er von ihr den tödlichen Befehl erhalten habe. Als er verneint, beschuldigt sie ihn, ihrer Milde vorausgegriffen zu haben, und verbannt ihn vom Hof.

Shrewsbury durchschaut ihr Spiel und lehnt es ab, weiterhin ihr Ratgeber zu sein. Als Elisabeth nach Leicester fragt, erfährt sie, dass er nach Frankreich geflohen ist. Die Königin bleibt allein zurück – ihr Sieg über Maria hat sie alles gekostet.

"Steht auf! Ihr sollt – ich will –"

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

Inhalt

1. Aufzug

Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

Aufbau und literarische Merkmale des Dramas

Schillers "Maria Stuart" erfüllt die Kriterien des klassischen geschlossenen Dramas. Es wahrt die drei Einheiten von Handlung, Ort und Zeit. Die Handlung ist in sich geschlossen und führt ohne Nebenhandlungen zur Katastrophe. Das Geschehen spielt an nur zwei Schauplätzen in England, und die Hauptereignisse des 2., 3. und 4. Aktes finden an einem einzigen Tag statt.

Der pyramidale Aufbau folgt Gustav Freytags Dramenschema:

  • Erster Akt: Exposition - Maria Stuart wird vorgestellt, das Urteil verkündet
  • Zweiter Akt: Steigerung - Elisabeths Ziele werden dargestellt, Intrigen geplant
  • Dritter Akt: Höhepunkt - Treffen und Streit der Königinnen, Anschlag auf Elisabeth
  • Vierter Akt: Fall - Marias Rettung scheitert, Elisabeth unterschreibt das Urteil
  • Fünfter Akt: Katastrophe - Maria wird hingerichtet, Elisabeth endet einsam

Schiller verwendet die Euripideische Methode, bei der die Handlung vom Schluss her rückwärts aufgerollt wird. Die Katastrophe ist von Anfang an absehbar, da das Drama mit der Urteilsverkündung beginnt.

Literarischer Tipp: Achte auf die Sprache der Charaktere. Die Art, wie sie sprechen, verrät oft mehr über ihre innere Verfassung als ihre tatsächlichen Handlungen.

Sprachlich nutzt Schiller eine hohe, öffentliche Sprache, die den höfischen Stand der Figuren widerspiegelt. Er arbeitet mit einer antithetischen Grundstruktur, die den Konflikt durch Gegensätze und Parallelen betont. Wichtige Stilmittel sind die Feuer-Metapher (für Marias Leidenschaft) und die Dunkel-Metapher.

Das Drama ist überwiegend in Blankversen (reimlose fünfhebige Jamben) verfasst. An wichtigen Stellen und für emotionale Höhepunkte wechselt Schiller zu gereimten Versen, um die Szenen zu intensivieren und zu stilisieren.



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Friedrich Schillers Trauerspiel "Maria Stuart" schildert den dramatischen Konflikt zwischen den zwei Königinnen Maria Stuart und Elisabeth I. Im Mittelpunkt steht die gefangene schottische Königin Maria, die von ihrer englischen Rivalin Elisabeth zum Tode verurteilt wird. Das Drama zeigt, wie... Mehr anzeigen

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Nachdem Elisabeth gegangen ist, offenbart Mortimer seine wahren Gedanken: "Geh, falsche, gleisnerische Königin! Wie du die Welt, so täusch ich dich." Er freut sich, mehr Zeit für Marias Rettung gewonnen zu haben.

Paulet nähert sich seinem Neffen und ahnt dessen Pläne. Er warnt ihn eindringlich, sein Gewissen nicht zu verletzen.

Wichtig: Die Intrigen am Hof werden immer gefährlicher. Jeder verfolgt eigene Ziele und niemand kann wirklich jemandem vertrauen. Die politische Welt erweist sich als moralisches Labyrinth.

Als Leicester hinzukommt, ist Paulet wütend über das Lob des Grafen für Mortimer und geht ab. Leicester zweifelt an Mortimers Vertrauenswürdigkeit, doch dieser übergibt ihm Marias Brief mit ihrem Bild. Leicester ist bewegt und gesteht, dass er es bereut, Maria einst nicht geheiratet zu haben. Er lehnt jedoch Mortimers gefährlichen Befreiungsplan ab.

# Maria Stuart – Friedrich von Schiller

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Der erste Aufzug des Trauerspiels Maria Stuart spielt im Schloss zu Fotheringhay

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Heimliche Liebe und fatale Begegnung

Leicester, von Marias Brief tief berührt, liest ihn entzückt und bekennt gegenüber Mortimer, dass er bereut, Maria nicht geheiratet zu haben. Als Mortimer von seinem Befreiungsplan erzählt, weicht Leicester erschrocken zurück. Die beiden streiten über die richtige Vorgehensweise.

Als Elisabeth hinzukommt, versucht Leicester mit Komplimenten seine Verwirrung zu verbergen. Die eifersüchtige Königin erwähnt, dass sie nicht so frei wählen könne wie Maria Stuart. Geschickt überredet Leicester sie zu einem Treffen mit Maria – angeblich damit Elisabeth sehen kann, dass sie die Schönere ist und Maria damit peinigen könne. Elisabeth willigt spontan ein.

Im dritten Aufzug spielt die Handlung in einem Park. Maria genießt euphorisch ihre kurzfristige Freiheit unter freiem Himmel. Sie hofft, dass dies ein Schritt zu ihrer vollständigen Befreiung sein könnte. Hanna Kennedy versucht, diese Hoffnung zu dämpfen.

Paulet erscheint und eröffnet Maria, dass sie gleich Elisabeth treffen werde. Maria erschrickt: "O warum hat man mich nicht vorbereitet! Jetzt bin ich nicht gefasst, jetzt nicht!" Sie möchte fliehen, doch Paulet befiehlt ihr zu bleiben.

Beachte: Dieser Moment zeigt die Verletzlichkeit Marias - trotz ihrer königlichen Haltung hat sie Angst vor der Begegnung mit ihrer Rivalin.

Graf Shrewsbury kommt hinzu und ermutigt Maria, ihren Hass gegen Elisabeth zu vergessen und demütig zu sein. Maria zweifelt an der Möglichkeit einer Versöhnung. Talbot verrät ihr, dass sie das Treffen Leicester zu verdanken hat.

Als Elisabeth mit ihrem Gefolge erscheint, mustert sie Maria abfällig und stellt sich unwissend: "Wer ist die Lady?" Leicester erklärt der scheinbar Ahnungslosen, dass sie zufällig zu Maria geführt wurde. Maria kniet vor Elisabeth nieder und bittet um Gnade, doch Elisabeth bleibt kalt und wirft ihr Eifersucht und Machtgier vor.

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Der fatale Streit der Königinnen

Maria Stuart versucht demütig, Elisabeth zu besänftigen. Sie erklärt, sie würde alles vergeben, was die englische Königin ihr angetan hat, und erhofft sich dieselbe Nachsicht. Elisabeth ignoriert dieses Angebot und wirft Maria weiterhin Eifersucht und Gier auf die englische Krone vor.

In ihrer Verzweiflung versichert Maria, auf alle Ansprüche zu verzichten und hofft auf ihre Freilassung. Doch statt Verständnis zu zeigen, beleidigt Elisabeth sie weiter. Dies führt zum Wendepunkt: Maria verliert ihre Demut und greift Elisabeth scharf an:

"Der Thron von England ist durch einen Bastard entweiht, der Briten edelherzig Volk durch eine list'ge Gauklerin betrogen."

Trotz Shrewsburys und Leicesters Versuchen, den Streit zu schlichten, verlässt Elisabeth zornig den Park. Maria bleibt mit ihrer Amme zurück, die entsetzt ist über das Verhalten ihrer Herrin. Doch Maria fühlt sich seltsam erleichtert, endlich einen Moment des Triumphs über Elisabeth erlebt zu haben.

Mortimer kommt hinzu und ist begeistert von Marias Mut. Er schwärmt leidenschaftlich von ihr, während Maria eigentlich nur wissen will, was Leicester zu ihrem Brief gesagt hat. Mortimer erklärt abfällig, der Graf sei ein Feigling, und nur er selbst könne sie retten. Er berichtet ihr von seinem Plan, nachts das Schloss zu stürmen.

Achtung: Mortimers zunehmende Leidenschaft wird gefährlich. Er verliert die Kontrolle über seine Gefühle und seine Besessenheit könnte Marias Lage noch verschlimmern.

Maria ist schockiert von Mortimers Plan und noch mehr, als dieser sie plötzlich bedrängt und ihre Liebe als Belohnung fordert. Als Hanna mit der Warnung herbeieilt, dass bewaffnetes Volk in den Garten eindringt, bewaffnet sich Mortimer mit einem Dolch, während die Frauen ins Haus flüchten.

Paulet und Drury stürmen herbei und verkünden, dass Königin Elisabeth auf Londons Straßen ermordet wurde. Mortimer bleibt verwirrt zurück und kann die Nachricht nicht glauben. Sein Freund Okelly bestätigt jedoch, dass der Mordanschlag missglückt ist und sie alle dem Tod geweiht sind.

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Intrigen und Verrat am Hofe

Im vierten Aufzug spielt die Handlung im Palast zu Westminster. Graf Aubespine zeigt sich bestürzt über den Mordanschlag auf Elisabeth und erkundigt sich nach ihrem Wohlbefinden. Burleigh befiehlt Staatssekretär Davison, den Befehl zur Hinrichtung Maria Stuarts schnellstmöglich auszufertigen.

Überraschend verweist Burleigh den französischen Grafen des Landes. Ein Pass, den Aubespine ausgestellt hatte, wurde beim Attentäter gefunden. Die Brautwerbung ist damit von beiden Seiten beendet.

Leicester und Burleigh geraten in ein heftiges Wortgefecht. Burleigh wirft Leicester vor, Elisabeth hinter seinem Rücken zu Maria Stuart geführt zu haben. Er hat durchschaut, dass Leicester heimlich der schottischen Königin helfen will:

"Ihr führtet die Königin nach Fotheringhay. Das war es, was euch dorthin trieb."

Leicester reagiert empört und fordert, das Thema vor Elisabeth zu klären. Nach Burleighs Abgang fühlt sich Leicester ertappt: "Nicht Rettung seh ich, nirgends!"

Merke dir: In diesem politischen Spinnennetz ist Loyalität ein gefährliches Gut. Jeder kämpft letztlich für sich selbst, und Bündnisse können jederzeit brechen.

Mortimer erscheint ängstlich, um Leicester zu warnen: "Euch zu warnen komm ich, auch eure Schritte sind verraten." Burleigh hat nach dem Mordversuch einen Brief von Maria an Leicester gefunden. Leicester läuft verzweifelt umher, während Mortimer vorschlägt, sich bei Elisabeth mit Entschuldigungen zu rehabilitieren.

In einer schockierenden Wendung ruft Leicester Wachen herbei und befiehlt, Mortimer als Staatsverräter festzunehmen. Mortimer, der Leicester verachtet, nimmt sich selbst mit den Worten das Leben: "Maria, heil'ge, bitt für mich!"

Unterdessen hat Burleigh Elisabeth den verräterischen Brief übergeben. Die Königin ist fassungslos über Leicesters Verrat. Sie befiehlt, Maria Stuart hinrichten zu lassen und Leicester dabei zusehen zu lassen.

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Elisabeths Gewissensqualen und Leicesters Täuschung

Als ein Page Leicester ankündigt, weist Elisabeth ihn zunächst strikt ab. Doch schnell kommen ihr Zweifel, ob der Brief nicht nur ein Trick von Maria war, um sie von ihrem treuesten Freund zu entzweien.

Leicester stürmt unerlaubt herein und besteht darauf, angehört zu werden. Er behauptet geschickt, Maria nur zum Schein Freundschaft vorgespielt zu haben, um sie auszuspionieren. Um Burleighs Einwände abzuwehren, diskreditiert er diesen und behauptet, Mortimers Verhaftung habe einen Befreiungsversuch verhindert.

Auf Burleighs Drängen übernimmt Leicester sogar die Aufsicht über Maria Stuarts Hinrichtung. Kent berichtet von Unruhen im Volk, das die sofortige Unterschrift der Königin unter das Todesurteil fordert.

Graf Shrewsbury eilt herbei und versucht, Elisabeth davon abzuhalten, das Urteil zu unterschreiben. Er warnt: "Nicht die lebendige Stuart, die enthauptete fürchte." Elisabeth ist verzweifelt und des Herrschens überdrüssig. Sie unterschreibt schließlich hastig das Urteil und übergibt es Davison mit den zweideutigen Worten:

"Ein Blatt Papier entscheidet noch nicht, ein Name tötet nicht."

Wichtig zu verstehen: Elisabeth zeigt hier ihre moralische Schwäche. Sie unterschreibt das Todesurteil, will aber die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Dieses Verhalten wird später schwerwiegende Konsequenzen haben.

Der verzweifelte Davison fleht um klare Anweisungen, doch Elisabeth verlässt erbost den Raum. Burleigh bedrängt ihn, das unterschriebene Urteil auszuhändigen, und entreißt es ihm schließlich mit Gewalt.

Im fünften Aufzug bereitet sich Maria Stuart auf ihre Hinrichtung vor. Hanna Kennedy verpackt weinend die Reichtümer ihrer Herrin. Melvil, Marias ehemaliger Haushofmeister, kommt, um sich zu verabschieden. Kennedy berichtet, wie Maria noch in der Nacht auf ihre Befreiung hoffte, als sie ein Pochen hörte – das vom Aufbau des Schafotts stammte.

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Marias würdevoller Abschied

Margareta Kurl, Marias Kammerfrau, erscheint und beschuldigt ihren Mann, Marias ehemaligen Schreiber, durch falsche Aussagen zur Verurteilung der Königin beigetragen zu haben. Burgoyn, ein weiterer Diener, ordert einen Glas Wein für Maria, der ihr Kraft geben soll.

Maria Stuart tritt in weißer Kleidung, mit Diadem, schwarzem Schleier und einem Kreuz in der Hand ein. Statt zu trauern, fordert sie ihre Bediensteten auf, sich mit ihr zu freuen, da ihr Leid nun ende:

"Freut euch, dass meiner Leiden Ende naht, dass meine Bande fallen, mein Kerker aufgeht."

Sie verteilt ihre Habseligkeiten an die Anwesenden, verabschiedet sich und bleibt mit Melvil allein zurück.

Beachte: In diesen letzten Stunden zeigt Maria eine beeindruckende innere Größe und Würde. Sie hat durch ihr Leiden eine moralische Höhe erreicht, die Elisabeth nie erlangen wird.

Als Maria beklagt, dass ihr eine letzte Beichte verwehrt bleibt, offenbart Melvil ihr, dass er inzwischen Priester geworden ist. Sie beichtet ihm ihren Hass auf Elisabeth, ihre Liebe zu Leicester und nochmals den Mord an ihrem Gatten. Als Melvil sie auf die Anschläge gegen Elisabeth anspricht, beteuert sie ihre Unschuld: "Nie hab ich durch Vorsatz oder Tat das Leben meiner Feindin angetastet!"

Burleigh, Leicester und Paulet treten ein. Maria bittet darum, dass ihr Testament vollzogen wird und ihr Diener ihr Herz nach Frankreich bringen darf. Sie bittet Burleigh um Verzeihung für ihre Entgleisung gegenüber Elisabeth und lässt ihr ausrichten, dass sie ihr die Hinrichtung vergebe.

Der Sheriff erscheint, um Maria zum Schafott zu führen. Sie bittet Melvil und Hanna, sie zu begleiten. Als sie Leicester erblickt, droht sie zusammenzubrechen. Mit sanfter Stimme erinnert sie ihn an sein Versprechen und wünscht ihm Glück mit Elisabeth, bevor sie abgeführt wird.

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Die Folgen der Hinrichtung

Leicester bleibt allein zurück, von Schuldgefühlen geplagt. Er kann der Hinrichtung nicht beiwohnen, kann aber auch nicht fliehen, da die Tür verschlossen ist. Als er den Fall des Richtbeils hört, sinkt er ohnmächtig zusammen.

Im Palast zu Westminster wartet Elisabeth unruhig auf die Nachricht von Marias Hinrichtung. Ein Page berichtet, dass weder Leicester noch Burleigh in London seien. Elisabeth ahnt, dass Maria tot sein muss und durchlebt widersprüchliche Gefühle von Erleichterung und Furcht.

Graf Shrewsbury bringt erschütternde Neuigkeiten: Kurl, Marias Schreiber, hat im Tower gestanden, dass seine Aussage falsch und die Papiere gefälscht waren. Diese Information hat sich bereits in London verbreitet. Shrewsbury fordert eine neue Untersuchung des Falls, während Elisabeth ihre Kenntnis von Marias bereits vollstreckter Hinrichtung verheimlicht.

Als Davison eintritt, fordert Elisabeth das Urteil zurück, das sie ihm angeblich nur zur Verwahrung gegeben hatte. Er erklärt verzweifelt, dass das Urteil längst in Burleighs Händen sei. Elisabeth lässt ihn wegen Missbrauchs ihres Namens in den Tower werfen.

Entscheidend: Elisabeth versucht, die Verantwortung für die Hinrichtung auf andere abzuwälzen. Diese moralische Feigheit wird zu ihrer Isolation führen.

Burleigh verkündet schließlich Marias Tod. Elisabeth fragt ihn demonstrativ, ob er von ihr den tödlichen Befehl erhalten habe. Als er verneint, beschuldigt sie ihn, ihrer Milde vorausgegriffen zu haben, und verbannt ihn vom Hof.

Shrewsbury durchschaut ihr Spiel und lehnt es ab, weiterhin ihr Ratgeber zu sein. Als Elisabeth nach Leicester fragt, erfährt sie, dass er nach Frankreich geflohen ist. Die Königin bleibt allein zurück – ihr Sieg über Maria hat sie alles gekostet.

"Steht auf! Ihr sollt – ich will –"

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Aufbau und literarische Merkmale des Dramas

Schillers "Maria Stuart" erfüllt die Kriterien des klassischen geschlossenen Dramas. Es wahrt die drei Einheiten von Handlung, Ort und Zeit. Die Handlung ist in sich geschlossen und führt ohne Nebenhandlungen zur Katastrophe. Das Geschehen spielt an nur zwei Schauplätzen in England, und die Hauptereignisse des 2., 3. und 4. Aktes finden an einem einzigen Tag statt.

Der pyramidale Aufbau folgt Gustav Freytags Dramenschema:

  • Erster Akt: Exposition - Maria Stuart wird vorgestellt, das Urteil verkündet
  • Zweiter Akt: Steigerung - Elisabeths Ziele werden dargestellt, Intrigen geplant
  • Dritter Akt: Höhepunkt - Treffen und Streit der Königinnen, Anschlag auf Elisabeth
  • Vierter Akt: Fall - Marias Rettung scheitert, Elisabeth unterschreibt das Urteil
  • Fünfter Akt: Katastrophe - Maria wird hingerichtet, Elisabeth endet einsam

Schiller verwendet die Euripideische Methode, bei der die Handlung vom Schluss her rückwärts aufgerollt wird. Die Katastrophe ist von Anfang an absehbar, da das Drama mit der Urteilsverkündung beginnt.

Literarischer Tipp: Achte auf die Sprache der Charaktere. Die Art, wie sie sprechen, verrät oft mehr über ihre innere Verfassung als ihre tatsächlichen Handlungen.

Sprachlich nutzt Schiller eine hohe, öffentliche Sprache, die den höfischen Stand der Figuren widerspiegelt. Er arbeitet mit einer antithetischen Grundstruktur, die den Konflikt durch Gegensätze und Parallelen betont. Wichtige Stilmittel sind die Feuer-Metapher (für Marias Leidenschaft) und die Dunkel-Metapher.

Das Drama ist überwiegend in Blankversen (reimlose fünfhebige Jamben) verfasst. An wichtigen Stellen und für emotionale Höhepunkte wechselt Schiller zu gereimten Versen, um die Szenen zu intensivieren und zu stilisieren.

Wir dachten schon, du fragst nie...

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Paul T

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