Sprachliche Mittel und Motive
Die Anapher "Ein Ball...", "Ein Schauplatz...", "Ein bald verschmelzter..." zeigt brutal die Eintönigkeit des Lebens. Gryphius nutzt krasse Bilder: Menschen als "abgebrannte Kerzen" oder "bald verschmelzter Schnee" - ihr seht förmlich, wie das Leben dahinschmilzt.
Zwei wichtige Barockmotive prägen das Gedicht: "Memento Mori" (Bedenke, dass du stirbst!) und der "Vanitas-Gedanke" (Alles ist vergänglich). Das "Carpe Diem"-Motiv fehlt komplett - kein "Nutze den Tag!", nur pure Realität.
Die Klimax "Nam, Lob, Ehr und Ruhm" verstärkt, dass selbst Erfolg vergänglich ist. Nach dem Tod erinnert sich niemand mehr an dich - eine harte, aber ehrliche Aussage.
💡 Interpretation: Das Gedicht ist zwar deprimierend, aber genau das macht es authentisch für die kriegsgeplagte Barockzeit!