Die Romantik - Gefühl statt Verstand
Stell dir vor, du lebst in einer Zeit, in der die Städte immer größer und grauer werden, während die Menschen nach etwas Magischem suchen. Genau das passierte in der Romantik, einer Epoche, die von der Französischen Revolution geprägt wurde und als Antwort auf die nüchterne Aufklärung entstand.
Die Religiosität gewann wieder an Bedeutung - Gott versteckte sich in der Natur, und die Verbindung zu ihm wurde zur Suche nach sich selbst. Diese übernatürliche Philosophie gab der Gesellschaft Hoffnung auf eine bessere Welt und öffnete den Zugang zum Unvorstellbaren.
Die Natur wurde zum absoluten Gegenpol der lebensfeindlichen Industriestädte. Hier konnten die Romantiker ihre Sehnsucht nach dem Schönen und Geheimnisvollen ausleben. Fantasie und Poesie bekamen eine zentrale Rolle - die Autoren wandten sich Märchen, Sagen und Volksliedern zu, weil sie glaubten, dass Fantasie die Welt verbessern könnte.
Merke dir: Die Romantik betonte das Individuum, seine Gefühle und subjektive Wahrnehmung - typische Motive waren Sehnsucht, das Fantastische, Fernweh und das Nachtmotiv.