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 Dramenanalyse Szene 5 - Der Hauptmann und Woyzeck
In der fünften Szene aus Georg Büchners Buch ,,Woyzeck" aus dem Jahr 1967, geht es um
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Dramenanalyse Szene 5 - Der Hauptmann und Woyzeck In der fünften Szene aus Georg Büchners Buch ,,Woyzeck" aus dem Jahr 1967, geht es um die Beziehung zwischen dem Protagonisten Woyzeck und seinem Vorgesetzen, dem Hauptman. In dieser Szene stellt der Autor die Machtverhältnisse, sowie die Beziehung Woyzecks, einem Repräsentanten der Unterschicht und einem Befehlsempfänger, und des Hauptmanns, der Vorgesetzte Woyzecks mit hohem militärischem Rang und Repräsentant der Oberschicht, dar. Als Deutungshypothese lässt sich schon am Anfang formulieren, dass sowohl die grundlegende verschiedenen Lebenssituationen, sowie auch die verschiedenen Probleme und Sorgen der beiden Protagonisten zu einem Kommunikationsproblem führen könnten. Die fünfte Szene besteht am Anfang aus einem Monolog, welches von dem Hauptmann dominiert wird. Woyzeck hat im ersten Teil einen sehr geringen Redeanteil. Nur vier Zeilen sind zurückhaltende antworten der Hauptperson Woyzecks (S. 12 Z. 9,19,24,28). Betrachtet man den restlichen Teil des nun erstandenen Dialogs fällt auf, dass der Hauptmann immer noch mehr zur Sprache kommt, als Woyzeck, dennoch sind die Redeanteile ausgewogener und die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und das unausgewogene Machtverhältnis wird undeutlicher (S.13 Z.1-34). Während der Rasur philosophiert der Hauptmann vor sich hin und spricht zeitlich darüber, wie lange er noch zu leben hat aber dennoch von der Langenweile geplagt sei. Zudem solle Woyzeck langsamer arbeiten, da man selber die einfachsten Sachen nicht mit der Eile machen sollte, da...

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somit die Zeit automatisch langsamer vorbei geht (vgl. S.12 Z.1-8). Der Hauptmann philosophiert über seine luxuriösen Probleme vor sich her, währenddessen Woyzeck immer nur mit ,,Jawohl, Herr Hauptmann." (S.12 Z.9,19,24,28). Der Befehlshaber möchte Woyzeck mit ins Gespräch einbeziehen, somit stellt er ihm die inhaltslose Frage, ,,Was ist heut für Wetter?" (S.12 Z.22-23) ist. Daraufhin antwortet Woyzeck wieder in einem ganz kurzen Satz, dass es windig sei. Darauffolgend stellt der oberster Offizier Woyzeck eine Sprachfalle, indem er von Süd-Nord-Wind redet, welcher offensichtlich nicht existiert. Woyzeck respondiert wieder kurz angebunden mit seiner Phrase ,,Jawohl, Herr Hauptmann." (S.12 Z.28). Demzufolge schreit der Hauptmann lachend auf, weil Woyzeck ,,(...)ganz abscheulich dumm." (S.12 Z.30) sei, da er auf diese einfache Falle aus seiner Sicht reingefallen ist. Weiterführend urteilt er über Woyzeck, dass er so ein guter Mensch sei, aber moralisch verwerfliches getan habe. Hier bei bemängelt er Woyzecks unehelichen Sohn, dessen Mutter Maria er auch im Nachhinein nicht geheiratet hat. Der Hauptmann spricht über Woyzecks Kind als einem Kind ,,ohne den Segen der Kirche" (S.12 Z.34). Die Hauptperson Woyzeck verlässt seine stumme Rolle und kontert mit einem Bibelzitat, dass Gott alle Kinder aufnehmen und schätzen würde, unabhängig von dem Beziehungsstatus der Eltern (S.13 Z.1- 4). Das Darauffolgende Gespräch zwischen den beiden wird von diesem Zeitpunkt von Woyzeck dominiert. Der Hauptmann reagiert darauf hin verwirrt, da er die Argumente Woyzecks nicht weder verarbeiten noch entkräften kann (S.13 Z.5-7). Woyzeck verdeutlicht, dass den Armen der Welt nicht geschenkt wird und das man als armer Mensch in so einer Welt nicht auf die Moral setzen kann, denn auch selbst, wenn sie in den Himmel kommen würden, ,,(...)so müssten wir donnert helfen." (S.13 Z.12-13). Somit spielt er darauf an, dass er wie jeder aus seiner Sozialen Sicht sein ganzes Leben mit Arbeiten verbringt, da sie sich nur so über Wasser halten können und nicht wie der finanzielle starke Hauptmann die Sorge haben, dass die Zeit zu langsam vorbei geht. Überdies verfällt der oberster Offizier in ein Gerede davon, dass der Soldat ein guter Mensch ist, aber keine Tugend besitze und redet am Ende wieder davon, dass die Zeit schwer herumzubringen ist (vgl. S.13 Z.14-22). Aber die Tugend, sei dem höher gestellten Volk vorbehalten und Woyzeck keine Tugend besäße, ein armer Mensch ist. (S.13 Z. 23-29). Das Gespräch von Woyzeck und dem Hauptmann wird von dem Hauptmann beendet, welcher Woyzeck befiehlt jetzt zu gehen, nachdem er noch mal klar vermerkt, dass Woyzecks Aussagen ihn ziemlich „angegriffen" (S.13 Z. 32-33) haben und er nach allem ein guter Mensch sei, jedoch zu viel nachdenken würde. In dieser Stelle der Szene lassen sich wichtige Aspekte herausgleiten, wie die Machtverhältnisse von dem Hauptmann und Woyzeck. Es fängt mit der Regieanweisung an, dass der Hauptmann sitzt während dessen Woyzeck über ihm steht. Woyzeck ist ihm untergestellt und der oberster Befehlshaber gemütlich auf dem Stuhl sitzen darf und der Soldat zeitgleich im Stehen die Arbeit verrichten muss. Im Dialog wird das auch deutlich, dass der Hauptmann, vor allem im ersten Teil, die Initiative des Gespräches führt. Er nimmt sich das Recht und ergreift immer das Wort, während Woyzeck eine sehr passive Rolle im Monolog einnimmt. Im letzten Teil des Dialoges nimmt sein Gesprächsanteil erheblich zu, doch die Machtverteilung bleibt wie vorher bestehen. Außerdem sind die Rollen der beiden Protagonisten ziemlich komplementär. Der Hauptmann hat einen hohen militärischen Rang und ist materiell sowie finanziell abgesichert. Woyzeck hingegen ist ein armer Soldat, welcher täglich um sein Überleben kämpfen muss und am Existenzminimum lebt. Aus diesem Grund, kann der Hauptmann die Argumente Woyzecks weder nachvollziehen kann und will. Zudem herrscht eine starke Abtrennung zwischen den sozialen Zuständen der beiden, dass dies zu einer Blockade für die Kommunikation der Beiden wird. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dieser Szene das Machtverhältnis zwischen dem Hauptmann und Woyzeck verdeutlicht wird. Der Hauptmann wird als zweiter Vertreter der Oberschicht mit in das Drama eingeführt und wird klar über dem Soldaten Woyzeck gestellt. Der Rangunterschied wird klar gemacht und es kommt zu einer leichten Konfrontation des Hauptmanns mit den existenziellen Problemen Woyzecks, welcher aufgrund seiner sozialen Stellung zu Stande kommen. Gleichzeitig redet der Hauptmann über seine Probleme und sieht sich in der Situation über Woyzecks Lebensstill zu urteilen, was dazu führt, dass Woyzeck ihm erklärt, wie das Leben als Teil der Unterschicht ist. Der Hauptmann lenkt erst vom Thema ab und bricht die Unterhaltung schließlich ab, weil er sprachlich sowie intellektuell an seine Grenzen gestoßen ist. Sprachlich spricht der Hauptmann mit einfachen Wörtern und Möchtegern philosophische Aussagen, welche in leeren Worthüllen und Anaphern enden. Woyzeck versucht sich etwas gewählter zu verteidigen, wobei die Rangordnung sich niemals verändert und der Hauptmann Woyzeck zu jeder Zeit übergestellt ist. Meine Deutungshypothese vom Anfang lässt sich bestätigen, da keine vernünftige Kommunikation aufgrund der verschiedenen dargestellten Lebensumständen der unterschiedlichen Schichten möglich ist. Die Aktualität des Themas ist heute noch vorhanden, jedoch nicht so stark wie zur damaligen Zeit.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Hier bei bemängelt er Woyzecks unehelichen Sohn, dessen Mutter Maria er auch im Nachhinein nicht geheiratet hat. Der Hauptmann spricht über Woyzecks Kind als einem Kind ,,ohne den Segen der Kirche" (S.12 Z.34). Die Hauptperson Woyzeck verlässt seine stumme Rolle und kontert mit einem Bibelzitat, dass Gott alle Kinder aufnehmen und schätzen würde, unabhängig von dem Beziehungsstatus der Eltern (S.13 Z.1- 4). Das Darauffolgende Gespräch zwischen den beiden wird von diesem Zeitpunkt von Woyzeck dominiert. Der Hauptmann reagiert darauf hin verwirrt, da er die Argumente Woyzecks nicht weder verarbeiten noch entkräften kann (S.13 Z.5-7). Woyzeck verdeutlicht, dass den Armen der Welt nicht geschenkt wird und das man als armer Mensch in so einer Welt nicht auf die Moral setzen kann, denn auch selbst, wenn sie in den Himmel kommen würden, ,,(...)so müssten wir donnert helfen." (S.13 Z.12-13). Somit spielt er darauf an, dass er wie jeder aus seiner Sozialen Sicht sein ganzes Leben mit Arbeiten verbringt, da sie sich nur so über Wasser halten können und nicht wie der finanzielle starke Hauptmann die Sorge haben, dass die Zeit zu langsam vorbei geht. Überdies verfällt der oberster Offizier in ein Gerede davon, dass der Soldat ein guter Mensch ist, aber keine Tugend besitze und redet am Ende wieder davon, dass die Zeit schwer herumzubringen ist (vgl. S.13 Z.14-22). Aber die Tugend, sei dem höher gestellten Volk vorbehalten und Woyzeck keine Tugend besäße, ein armer Mensch ist. (S.13 Z. 23-29). Das Gespräch von Woyzeck und dem Hauptmann wird von dem Hauptmann beendet, welcher Woyzeck befiehlt jetzt zu gehen, nachdem er noch mal klar vermerkt, dass Woyzecks Aussagen ihn ziemlich „angegriffen" (S.13 Z. 32-33) haben und er nach allem ein guter Mensch sei, jedoch zu viel nachdenken würde. In dieser Stelle der Szene lassen sich wichtige Aspekte herausgleiten, wie die Machtverhältnisse von dem Hauptmann und Woyzeck. Es fängt mit der Regieanweisung an, dass der Hauptmann sitzt während dessen Woyzeck über ihm steht. Woyzeck ist ihm untergestellt und der oberster Befehlshaber gemütlich auf dem Stuhl sitzen darf und der Soldat zeitgleich im Stehen die Arbeit verrichten muss. Im Dialog wird das auch deutlich, dass der Hauptmann, vor allem im ersten Teil, die Initiative des Gespräches führt. Er nimmt sich das Recht und ergreift immer das Wort, während Woyzeck eine sehr passive Rolle im Monolog einnimmt. Im letzten Teil des Dialoges nimmt sein Gesprächsanteil erheblich zu, doch die Machtverteilung bleibt wie vorher bestehen. Außerdem sind die Rollen der beiden Protagonisten ziemlich komplementär. Der Hauptmann hat einen hohen militärischen Rang und ist materiell sowie finanziell abgesichert. Woyzeck hingegen ist ein armer Soldat, welcher täglich um sein Überleben kämpfen muss und am Existenzminimum lebt. Aus diesem Grund, kann der Hauptmann die Argumente Woyzecks weder nachvollziehen kann und will. Zudem herrscht eine starke Abtrennung zwischen den sozialen Zuständen der beiden, dass dies zu einer Blockade für die Kommunikation der Beiden wird. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dieser Szene das Machtverhältnis zwischen dem Hauptmann und Woyzeck verdeutlicht wird. Der Hauptmann wird als zweiter Vertreter der Oberschicht mit in das Drama eingeführt und wird klar über dem Soldaten Woyzeck gestellt. Der Rangunterschied wird klar gemacht und es kommt zu einer leichten Konfrontation des Hauptmanns mit den existenziellen Problemen Woyzecks, welcher aufgrund seiner sozialen Stellung zu Stande kommen. Gleichzeitig redet der Hauptmann über seine Probleme und sieht sich in der Situation über Woyzecks Lebensstill zu urteilen, was dazu führt, dass Woyzeck ihm erklärt, wie das Leben als Teil der Unterschicht ist. Der Hauptmann lenkt erst vom Thema ab und bricht die Unterhaltung schließlich ab, weil er sprachlich sowie intellektuell an seine Grenzen gestoßen ist. Sprachlich spricht der Hauptmann mit einfachen Wörtern und Möchtegern philosophische Aussagen, welche in leeren Worthüllen und Anaphern enden. Woyzeck versucht sich etwas gewählter zu verteidigen, wobei die Rangordnung sich niemals verändert und der Hauptmann Woyzeck zu jeder Zeit übergestellt ist. Meine Deutungshypothese vom Anfang lässt sich bestätigen, da keine vernünftige Kommunikation aufgrund der verschiedenen dargestellten Lebensumständen der unterschiedlichen Schichten möglich ist. Die Aktualität des Themas ist heute noch vorhanden, jedoch nicht so stark wie zur damaligen Zeit.