Handlung und Roman-Aufbau
Stell dir vor, du verliebst dich in jemanden, der bereits vergeben ist - genau das passiert Werther 1771/72 in einer kleinen deutschen Stadt. Er ist Jurist, eigentlich wegen Erbschaftssachen seiner Mutter unterwegs, aber dann trifft er Lotte.
Das Problem: Lotte ist bereits mit Albert verlobt. Werther gerät in einen emotionalen Strudel aus Liebe, gesellschaftlicher Ablehnung und persönlicher Verzweiflung. Als Bürgerlicher wird er von Adligen diskriminiert, was seine Probleme noch verstärkt.
Der Roman ist als Briefroman aufgebaut - das heißt, wir lesen Werthers Briefe an seinen Freund Wilhelm. Diese Briefe lesen sich oft wie Monologe und geben uns direkten Einblick in Werthers Gefühlswelt. Goethe tritt dabei als "fiktiver Herausgeber" auf, der die Briefe angeblich nur veröffentlicht hat.
Wichtig für die Klausur: Der Briefroman war eine beliebte Form im 18. Jahrhundert, weil er sehr persönlich und emotional wirkt!




