Die 6 Kriterien der Verteilungsgerechtigkeit nach Perelmann
Verteilungsgerechtigkeit beschäftigt sich mit der Frage: Wer bekommt was und warum? Perelmann hat sechs verschiedene Ansätze entwickelt, die zeigen, wie unterschiedlich "gerecht" definiert werden kann.
"Jedem das Gleiche" bedeutet, dass alle Menschen identisch behandelt werden - wie beim Wahlrecht oder vor Gericht. Das funktioniert aber nicht immer: Rentner zahlen weniger Eintritt als Berufstätige, was ebenfalls gerecht ist.
"Jedem nach seinen Verdiensten" kennt ihr aus Religionen wie dem Christentum (Jüngsten Gericht) oder Buddhismus (Karma). Problem: Wer definiert, was ein "Verdienst" ist? Das bleibt oft unklar und subjektiv.
"Jedem nach seinen Werken" fokussiert nur auf das Ergebnis, nicht auf die Absicht. Ein Manager bekommt Bonus für gute Zahlen - egal wie er sie erreicht hat. "Jedem nach seinen Bedürfnissen" ist das sozialistische Prinzip: Wer Kinder hat oder krank ist, braucht mehr Unterstützung.
💡 Merkhilfe: Diese sechs Formeln schließen sich oft gegenseitig aus - deshalb ist Gerechtigkeit so kompliziert zu definieren!







