Jesu Gleichnisse und seine Botschaft vom Reich Gottes
Gleichnisse sind kurze Erzählungen, die einen Sachverhalt durch bildhafte Rede veranschaulichen. Sie laden den Leser ein, seine Situation zu verändern und die Moral umzusetzen.
Die Bergpredigt Mattha¨us5−7 enthält zentrale ethische Lehren Jesu:
- Die Goldene Regel: "Tue anderen nur das an, was auch sie dir antun sollen"
- Radikale Aussagen: Hassen = Morden, andere Frauen begehren = Ehebruch
- Feindesliebe statt Vergeltung ("Auge um Auge, Zahn um Zahn")
- Werte wie Respekt, Frieden, Gewaltlosigkeit, Barmherzigkeit und Ehrlichkeit
Das Gleichnis vom Arbeiter im Weinberg Mt20,1−16 zeigt, dass alle Arbeiter den gleichen Lohn erhalten, egal wann sie zu arbeiten beginnen. Dies verdeutlicht, dass Gottes Liebe allen gleich gilt, unabhängig davon, wann sie zu ihm finden.
Das Gleichnis vom Senfkorn (Mt 13,31f) verwendet das kleine Senfkorn als Metapher für das Reich Gottes: Es beginnt unscheinbar, wächst aber zu etwas Großem heran – ähnlich wie Jesus selbst.
Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter Lk10,25−37 antwortet auf die Frage, wer unser "Nächster" ist. Es zeigt, dass selbst ein Fremder (der Samariter) dem Verletzten zum Nächsten wird, indem er ihm hilft.
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn Lk15,11−32 erzählt von einem Vater (Gott), der seinen zurückkehrenden Sohn trotz dessen Verfehlungen liebevoll aufnimmt. Es betont die Einheit mit Gott als eigentliches Lebensziel.
Besonders wichtig: Jesu Botschaft vom Reich Gottes ist zentral für sein Wirken. Das Reich Gottes liegt in der Zukunft, ist aber auch schon nahe und wird das Leben der Gläubigen verändern. Es steht für Gerechtigkeit, Frieden und Nächstenliebe für alle und beinhaltet eine Heilszusage Gottes an alle Menschen.
Die Wunder Jesu zeigen, wie er gezielt Kontakt zu Menschen suchte, die als "unrein" und "Sünder" galten. Zu seinen Wundern zählen Heilungen, die Verwandlung von Wasser zu Wein, das Gehen über das Wasser und die Speisung der Fünftausend.