Beleuchtungszonen der Erde
Stell dir vor, du leuchtest mit einer Taschenlampe auf einen Ball - das Licht trifft nicht überall gleich stark auf! Genau so funktioniert es mit der Sonne und unserer Erde. Die Sonnenstrahlen kommen zwar parallel bei uns an, aber durch die Kugelgestalt der Erde treffen sie in verschiedenen Winkeln auf die Oberfläche.
Der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen macht den entscheidenden Unterschied. Am Äquator fallen die Strahlen steil ein und verteilen ihre Energie auf eine kleine Fläche - deshalb ist es dort so heiß. An den Polen hingegen treffen die Strahlen schräg auf und verteilen sich auf eine viel größere Fläche - dort bleibt es kalt.
Drei wichtige Bewegungen der Erde beeinflussen diese Beleuchtung: Die Erdrotation (Drehung um sich selbst in 24 Stunden), die Erdrevolution (Wanderung um die Sonne in 365 Tagen) und die Ekliptik (die schiefe Stellung der Erdachse).
Merktipp: Je steiler die Sonnenstrahlen einfallen, desto wärmer wird es - wie bei einer Lupe, die Sonnenlicht bündelt!
Die Erde lässt sich in fünf Beleuchtungszonen einteilen: Zwei polare Breiten (sehr kalt), zwei Mittelbreiten (gemäßigt) und die tropischen Breiten am Äquator (heiß). Diese Zonen werden durch wichtige Breitenkreise getrennt: die Polarkreise bei 66°, die Wendekreise bei 23° und den Äquator bei 0°.