Gründungsmotive der EU und internationale Friedenspolitik
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand die Europäische Union aus wichtigen historischen Motiven: Ein demokratisches Europa sollte die nationalsozialistische Vergangenheit überwinden. Der Wunsch nach Sicherheit und Frieden trieb die Gründerstaaten an, ebenso wie das Streben nach Freiheit und Mobilität für Menschen, Waren und Ideen.
Wirtschaftlich erhoffte man sich durch einen gemeinsamen Markt mehr Wohlstand für alle Mitgliedsländer. Zudem wollte Europa als gemeinsame Macht den neuen Großmächten auf Augenhöhe begegnen.
In der internationalen Friedenspolitik unterscheidet man zwischen zwischenstaatlichen und innerstaatlichen Konflikten. Konflikte entwickeln sich typischerweise vom latenten Konflikt über die Krise bis hin zum Krieg - mit dem Ziel, letztlich wieder zu Waffenstillstand und Frieden zu gelangen.
💡 Merke: Die Maßnahmen zur Konfliktlösung folgen einer klaren Logik: Von der vorbeugenden Diplomatie über Friedensschaffung und Friedenssicherung bis hin zur langfristigen Friedenskonsolidierung.
Die Möglichkeiten zur Friedenssicherung sind vielfältig: Integration mehrerer Staaten, multilaterale Bündnisse, bilaterale Abkommen oder die Förderung gegenseitiger Abhängigkeiten. Die Charta der Vereinten Nationen bildet dabei ein zentrales Sicherheitssystem mit ihrem grundsätzlichen Gewaltverbot.











