Nachfrageorientierte Preispolitik und Preisdifferenzierung
Die nachfrageorientierte Preispolitik konzentriert sich auf die Ermittlung der preispolitischen Obergrenze, die den maximalen Gewinn erzielt. Dabei wird die Zahlungsbereitschaft der Nachfrager berücksichtigt.
Definition: Die preispolitische Obergrenze ist der Preis, bei dem der höchste Gewinn erzielt wird. Eine Preiserhöhung darüber hinaus würde zum Abspringen von Kunden führen, während eine Preissenkung zwar neue Kunden anziehen, aber den Gewinn verkleinern würde.
Vocabulary: Konsumentenrente bezeichnet den Betrag, den manche Kunden bereit wären, über dem tatsächlichen Preis zu zahlen.
Die Preisdifferenzierung ist eine wichtige preispolitische Maßnahme, die darauf abzielt, die Konsumentenrente abzuschöpfen. Dabei werden Teilmärkte mit unterschiedlichen Preisen gebildet.
Highlight: Wichtige Aspekte der Preisdifferenzierung:
- Teilmärkte müssen voneinander abgeschottet sein.
- Kein Kunde wird gezwungen, das teurere Produkt zu kaufen.
- Sie verhindert, dass Kunden, die mehr zahlen würden, das günstigere Produkt kaufen.
Beispiel: Arten der Preisdifferenzierung umfassen:
- Zeitliche Differenzierung (z.B. Tag-/Nachttarif)
- Räumliche Differenzierung (z.B. Autobahntankstellen)
- Differenzierung nach Abnahmemenge (z.B. Mengenrabatt)
- Sachliche Differenzierung (z.B. Produktunterschiede)
- Differenzierung nach Abnehmergruppe (z.B. Unternehmen vs. Privat)
- Qualitätsdifferenzierung
Diese preispolitischen Maßnahmen ermöglichen es Unternehmen, ihre Preisstrategien flexibel an verschiedene Marktsegmente anzupassen und so ihre Gewinne zu optimieren.






