Du stehst vor dem internen Rechnungswesen - ein Bereich, der... Mehr anzeigen
Grundlagen des Internen Rechnungswesens: Ein Überblick









Die wichtigsten Bereiche der Kostenrechnung
Die Abgrenzungsrechnung ist dein Startpunkt - hier lernst du, zwischen verschiedenen Kostenarten zu unterscheiden. Danach folgen drei zentrale Bereiche, die aufeinander aufbauen.
Die Kostenartenrechnung zeigt dir, welche Kosten überhaupt entstehen. Die Kostenstellenrechnung erklärt, wo diese Kosten anfallen. Schließlich beantwortet die Kostenträgerrechnung, wofür die Kosten verwendet werden.
Diese Kostenträgerrechnung teilt sich in Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung auf - zwei unterschiedliche Ansätze, die du beide verstehen musst.
Merktipp: Denk an die Fragen "Was?", "Wo?" und "Wofür?" - so behältst du die drei Rechnungsbereiche im Kopf.

Grundbegriffe und Abgrenzungsrechnung
Das interne Rechnungswesen richtet sich an die Unternehmensleitung, während das externe Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung) für Finanzamt und Gläubiger gedacht ist. Hier liegt ein wichtiger Unterschied in der Zielsetzung.
Bei der Abgrenzungsrechnung unterscheidest du zwischen Aufwand/Ertrag (Finanzbuchhaltung) und Kosten/Leistungen (interne Rechnung). Kosten sind der betriebliche Werteverzehr, Leistungen der betriebliche Wertezuwachs einer Periode.
Neutrale Aufwendungen werden nicht als Kosten erfasst - dazu gehören betriebsfremde, periodenfremde und außerordentliche Verluste. Kalkulatorische Kosten hingegen erscheinen nicht in der GuV, sind aber für die Kostenrechnung wichtig.
Die Grundkosten entsprechen dem Zweckaufwand, während Zusatzkosten nur in der Kostenrechnung vorkommen.
Klausurtipp: Lerne die Unterscheidung zwischen neutralen Aufwendungen und kalkulatorischen Kosten - das wird oft gefragt!

Kostenanalyse - Fixe und variable Kosten
Fixe Kosten bleiben immer gleich, egal wie viel du produzierst - denk an Miete oder Versicherungen. Sie unterteilen sich in absolut fixe Kosten (entstehen allein durch die Betriebsexistenz) und sprungfixe Kosten (steigen bei Überschreitung bestimmter Mengen sprunghaft an).
Variable Kosten ändern sich mit der Produktionsmenge - mehr Produktion bedeutet mehr Materialkosten. Die Formel lautet: Gesamtkosten = Fixkosten + variable Kosten oder KG = Kf + (kv × x).
Die Stückkosten berechnest du als: Fixe Gesamtkosten/Produktionsmenge + variable Stückkosten. Je mehr du produzierst, desto niedriger werden die Stückkosten - das nennt sich Fixkostendegression.
Grenzkosten zeigen dir, um wie viel die Gesamtkosten steigen, wenn du ein Stück mehr produzierst.
Praxistipp: Bei linearem Kostenverlauf entsprechen die Grenzkosten den variablen Stückkosten - das vereinfacht viele Berechnungen!

Break-Even-Point und Gewinnzonen
Das Gesetz der Massenproduktion besagt: Mit steigender Produktionsmenge sinken die Stückkosten durch Fixkostendegression. Die fixen Kosten verteilen sich auf mehr Stücke, wodurch der Fixkostenanteil pro Stück sinkt.
Die Gewinnschwelle zeigt dir, ab welcher Menge du weder Gewinn noch Verlust machst. Die Formel lautet: x = Kf/, also Fixkosten geteilt durch die Differenz aus Preis und variablen Stückkosten.
Unterhalb der Gewinnschwelle befindest du dich in der Verlustzone, darüber in der Gewinnzone. Das Gewinnmaximum erreichst du meist bei der Kapazitätsgrenze.
Diese Analyse hilft dir zu verstehen, warum Unternehmen oft große Mengen produzieren wollen - je höher die Auslastung, desto günstiger wird jedes einzelne Produkt.
Formel-Merkhilfe: Break-Even-Point = Fixkosten/ - diese Formel brauchst du garantiert!

Kostenartenrechnung und Zuschlagskalkulation
Die Kostenartenrechnung teilt Kosten in Einzelkosten (direkt zurechenbar) und Gemeinkosten (nur indirekt zurechenbar) auf. Einzelkosten wie Material und Fertigungslöhne kannst du direkt einem Produkt zuordnen, Gemeinkosten wie Miete oder Strom nicht.
Für Gemeinkosten verwendest du Zuschlagssätze: Materialgemeinkosten-Zuschlag = MGK × 100/MEK, Fertigungsgemeinkosten-Zuschlag = FGK × 100/FEK, und so weiter. Diese Sätze helfen dir, die indirekten Kosten fair zu verteilen.
Normalkosten sind die geplanten Kosten, Ist-Kosten die tatsächlich entstandenen. Bei Überdeckung hast du weniger verbraucht als geplant, bei Unterdeckung mehr.
Die Herstellkosten ergeben sich aus: Einzelkosten + Gemeinkosten. Darauf baust du dann die komplette Kalkulation auf.
Wichtig: Lerne die vier Zuschlagssätze auswendig - sie sind die Basis für jede Vollkostenkalkulation!

Kostenträgerrechnung - Voll- vs. Teilkosten
Die Vollkostenrechnung rechnet alle Kosten (fix und variabel) den Produkten zu, die Teilkostenrechnung nur die variablen Kosten. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung je nach Fragestellung.
Bei der Zuschlagskalkulation durchläufst du das Schema: MEK + MGK + FEK + FGK + SEKF = Herstellkosten, dann + VWGK + VEGK + SEKV = Selbstkosten, schließlich + Gewinnzuschlag = Verkaufspreis.
Es gibt drei Kalkulationsarten: Vorwärtskalkulation (Ermittlung des Verkaufspreises), Rückwärtskalkulation (Ermittlung der MEK) und Differenzkalkulation (Ermittlung des Gewinns).
Die Nachkalkulation arbeitet mit Ist-Kosten und zeigt dir, ob deine Planung realistisch war.
Klausur-Trick: Das Kalkulationsschema immer von oben nach unten aufbauen - so vergisst du keine Position!

Teilkostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung
Die Deckungsbeitragsrechnung löst Probleme der Zuschlagskalkulation, indem sie nur variable Kosten den Produkten zurechnet. Der Deckungsbeitrag je Stück = Nettoverkaufspreis - variable Kosten je Stück.
Die Gewinnschwelle berechnest du als: Fixkosten/Deckungsbeitrag je Stück. Das zeigt dir, wie viele Stücke du mindestens verkaufen musst, um die Fixkosten zu decken.
Die kurzfristige Preisuntergrenze entspricht den variablen Stückkosten - darunter solltest du nicht verkaufen. Die langfristige Preisuntergrenze sind die gesamten Stückkosten, da langfristig alle Kosten gedeckt werden müssen.
Als Zeitrechnung: Erlöse - variable Gesamtkosten = Deckungsbeitrag, dann - Fixkosten = Betriebsergebnis.
Praxis-Tipp: Die Deckungsbeitragsrechnung hilft bei kurzfristigen Entscheidungen - zum Beispiel bei Zusatzaufträgen!

Relativer Deckungsbeitrag bei Engpässen
Wenn Kapazitäten begrenzt sind und verschiedene Produkte unterschiedlich viele Ressourcen benötigen, reicht der absolute Deckungsbeitrag nicht aus. Du brauchst den relativen Deckungsbeitrag.
Der relative Deckungsbeitrag je Stück = absoluter Deckungsbeitrag/benötigte Einheiten des Engpassfaktors (z.B. Minuten je Stück). Das zeigt dir, welches Produkt pro Zeiteinheit oder Maschinenkapazität den höchsten Beitrag liefert.
Bei genügend freier Kapazität orientierst du dich am absoluten Deckungsbeitrag. Bei begrenzter Kapazität mit unterschiedlichem Ressourcenverbrauch der Produkte ist der relative Deckungsbeitrag entscheidend.
Diese Analyse hilft dir zu entscheiden, welche Produkte du bei knappen Ressourcen bevorzugt produzieren solltest.
Entscheidungsregel: Produziere zuerst die Artikel mit dem höchsten relativen Deckungsbeitrag - so nutzt du deine Kapazitäten optimal!
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Grundlagen des Internen Rechnungswesens: Ein Überblick
Du stehst vor dem internen Rechnungswesen - ein Bereich, der dir zeigt, wie Unternehmen ihre Kosten analysieren und Preise kalkulieren. Diese Zusammenfassung erklärt dir die wichtigsten Konzepte der Kosten- und Leistungsrechnung auf eine Weise, die du für deine Klausuren brauchst.

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Die wichtigsten Bereiche der Kostenrechnung
Die Abgrenzungsrechnung ist dein Startpunkt - hier lernst du, zwischen verschiedenen Kostenarten zu unterscheiden. Danach folgen drei zentrale Bereiche, die aufeinander aufbauen.
Die Kostenartenrechnung zeigt dir, welche Kosten überhaupt entstehen. Die Kostenstellenrechnung erklärt, wo diese Kosten anfallen. Schließlich beantwortet die Kostenträgerrechnung, wofür die Kosten verwendet werden.
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