Das Push- und Pull-Modell
Das Push-Pull-Modell erklärt super einfach, warum Menschen migrieren: Push-Faktoren stoßen ab, Pull-Faktoren ziehen an. Dazwischen stehen intervenierende Hindernisse wie Visumspflicht oder finanzielle Probleme.
Push-Faktoren sind die Abstoßungsfaktoren: Krieg, Armut, Arbeitslosigkeit, politische Verfolgung oder Umweltkatastrophen machen das Leben unerträglich. Menschen fliehen vor schlechten Bildungschancen und mangelnder Gesundheitsversorgung.
Pull-Faktoren locken Menschen an: bessere Arbeitsmöglichkeiten, höhere Löhne, politische Stabilität und Sicherheit. Auch der Zugang zu Bildung und Gesundheitssystemen sowie höhere Lebensqualität sind starke Anziehungskräfte.
Migrationsprozesse wie die Kettenmigration entstehen, wenn erfolgreiche Migranten Verwandte nachziehen. Brain Drain beschreibt die Abwanderung von Fachkräften aus Entwicklungsländern, während Brain Gain den Zuwachs in Zielländern bedeutet. Remittances - Geldüberweisungen an die Familie - stützen oft ganze Volkswirtschaften.
Übrigens: Migrationsnetzwerke sind wie soziale Auffangnetze - sie helfen Neuankömmlingen bei der Integration und machen Migration erst möglich.