Wirkungsgefüge des Landgrabbings
Landgrabbing entsteht aus verschiedenen Ursachen. Länder wollen ihre Ernährungssicherheit gewährleisten und sich vom Weltmarkt unabhängig machen. Gleichzeitig locken hohe Gewinnerwartungen Investoren an, die gezielt Land für den Export von Produkten ins Heimatland erwerben.
Die Folgen für die lokale Bevölkerung sind gravierend. Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, wenn Investoren ihre Felder übernehmen und die Subsistenzwirtschaft zerstört wird. Stattdessen werden Cash Crops in Monokulturen angebaut, was zu Bodenauslaugung und -degradation führt.
Der massive Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln verursacht Gesundheitsschäden und belastet die Umwelt. Die entstandene Landflucht führt Menschen in Städte mit schlechter Jobsituation, wo sie oft unter miesen Arbeitsbedingungen und für wenig Lohn arbeiten müssen.
💡 Wichtig zu verstehen: Landgrabbing löst eine Kettenreaktion aus – von Umweltschäden über soziale Probleme bis hin zur zunehmenden Abhängigkeit des Landes vom Weltmarkt.






