Ringmodell und Sektorenmodell
Das Ringmodell beschreibt eine Stadt, die sich in konzentrischen Kreisen um ein Hauptgeschäftszentrum (CBD) entwickelt. Die Struktur bleibt trotz Stadtausdehnung gleich - im Zentrum liegt der CBD, umgeben von homogenen Ringen verschiedener Nutzung. Ein Problem dieses Modells ist, dass es nur ein Subzentrum berücksichtigt und die Stadt immer in der Mitte platziert.
Im Ringmodell leben die wohlhabenderen Bevölkerungsschichten typischerweise in den äußeren Ringen. Diese können sich das Pendeln in die Innenstadt leisten, während die Unterschicht näher am Industriegürtel lebt. Dieses Modell erklärt, wie sich Städte unter dem Einfluss der Konkurrenz um Standortvorteile entwickeln.
Das Sektorenmodell hingegen berücksichtigt besonders die Verkehrsachsen. Hier wird die Stadtentwicklung stark vom Verhalten statushöherer Bevölkerungsgruppen und den Effekten der Verkehrsinfrastruktur bestimmt. Die Stadt ist in homogene Bänder bzw. Sektoren entlang der Transportwege gegliedert.
💡 Die Mietpreishöhe spielt beim Sektorenmodell eine entscheidende Rolle für die Verteilung der Bevölkerung - je höher der soziale Status, desto weiter vom industriellen Sektor entfernt.



