Die römische Gesellschaftsordnung
Die römische Gesellschaft funktionierte über ein geniales, aber unfaires System: das Klientelverhältnis. Ein reicher Patron bot seinen armen Klienten Fürsorge, Geld, Güter und rechtlichen Schutz - dafür bekam er absolute Loyalität, Wählerstimmen und Respekt.
An der Spitze standen die Patrizier - reiche Familienoberhäupter mit allen Rechten. Darunter lebten die Plebejer: persönlich freie Kleinbauern, Weinhändler, Handwerker und Tagelöhner mit Bürgerrechten, aber anfangs ohne Mitbestimmungsrecht. Sogar zugezogene Adelsfamilien galten als Plebejer!
Freigelassene blieben ihren ehemaligen Herren verpflichtet, während Sklaven gar nicht als Personen galten. Sie arbeiteten im Bergbau oder auf Feldern - die besser gestellten waren Ärzte, Köche oder Handwerker.
Machtspiel: Je mehr Klienten ein Patron hatte, desto größer war sein politischer Einfluss - so konnte er sich in hohe Ämter wählen lassen.
Obwohl Plebejer die Mehrheit bildeten, hatten sie weniger Rechte als die winzige Patrizier-Schicht. Das Schlimme: Rom hatte keinen Durchlässigkeitsgrad - ein Plebejer blieb Plebejer, ein Adliger blieb adlig. Sozialer Aufstieg? Praktisch unmöglich!