Ausbruch des Ersten Weltkrieges
Der Balkan war Anfang des 20. Jahrhunderts ein echtes Pulverfass - verschiedene Großmächte kämpften dort um Einfluss und Macht. Deutschland hatte gute Beziehungen zum Osmanischen Reich und baute sogar 1903 die Bagdad-Bahn, was andere europäische Mächte misstrauisch machte.
Zwischen 1908 und 1913 erschütterten zwei große Krisen die Region. Österreich-Ungarn annektierte Bosnien und Herzegowina, während Serbien mit russischer Unterstützung sein Staatsgebiet erweiterte. Das Osmanische Reich verlor durch die Balkankriege fast alle europäischen Gebiete und war keine Großmacht mehr.
Am 28. Juni 1914 änderte sich alles: Serbische Nationalisten ermordeten den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau in Sarajevo. Dieses Attentat wurde zum Funken, der das Pulverfass zum Explodieren brachte.
Wichtig: Der "Blankoscheck" Deutschlands an Österreich-Ungarn war der entscheidende Fehler - diese bedingungslose Unterstützung machte den Weltkrieg erst möglich.




