Das Scheitern der Revolution und ihre Folgen
Die Revolution scheitert aus mehreren Gründen: Die Ziele sind zu ambitioniert, die Paulskirche hat keine reale Macht gegen Militär und Bürokratie der Fürsten. Die revolutionären Kräfte sind zerstritten - Liberale gegen Demokraten, Preußen gegen Österreich. Außerdem fürchten die europäischen Großmächte eine deutsche "Supermacht".
Die negativen Folgen sind verheerend: Liberale und Nationalisten werden verfolgt, viele wandern aus oder landen im Gefängnis. Das besitzende Bürgertum wendet sich enttäuscht den konservativen Mächten zu. Demokratie wird mit Chaos gleichgesetzt, während Militär und Monarchie neues Ansehen gewinnen.
Doch es gibt auch positive Wirkungen: Der Grundstein für die deutsche Demokratie ist gelegt. Die Grundrechte der Paulskirche inspirieren später die Weimarer Verfassung. Die Bauernbefreiung wird vorangetrieben, und die Erinnerung an 1848 hält den demokratischen Gedanken am Leben.
Der Überblick 1815-1849 zeigt das Muster: Aufklärung und Französische Revolution bringen neue Ideen nach Deutschland. Der Wiener Kongress versucht die Restauration, doch Bürgertum und Unterschichten rebellieren zunehmend. Die Revolution von 1848 scheitert zwar, setzt aber wichtige Impulse für die deutsche Demokratiegeschichte.
Fazit: Auch gescheiterte Revolutionen können historisch bedeutsam sein - sie pflanzen Ideen, die später aufgehen.