Grundlagen und gesellschaftlicher Wandel
Nach dem katastrophalen Ende des Ersten Weltkriegs und der Hyperinflation von 1923 brachte die Währungsreform mit der Rentenmark endlich Stabilität. Der Dawes-Plan von 1924 passte die Reparationszahlungen an, und ausländische Kredite aus den USA finanzierten den deutschen Aufschwung.
Die Gesellschaft wandelte sich dramatisch: Der 8-Stunden-Arbeitstag wurde eingeführt, und das Betriebsrätegesetz stärkte Arbeitnehmerrechte. Sogar eine frühe Homosexuellenbewegung entstand mit dem Bund für Menschenrechte.
Die "Neue Frau" wurde zum Symbol der Zeit. Frauen arbeiteten in völlig neuen Berufen, nutzten seit 1918 ihr Wahlrecht und trugen selbstbewusst Bubikopf, Schminke und knielange Kleider. Sie rauchten öffentlich und durchbrachen traditionelle Geschlechterrollen.
Fun Fact: Die Mode der Zwanziger war revolutionär - Herren trugen breite Sakkos mit Seitenscheitel, während Damen in geraden, locker geschnittenen Kleidern sogar Hosen, Krawatten und Hemden kombinierten!



