Napoleons Aufstieg und Fall
Napoleon krönte sich am 2. Dezember 1804 selbst zum Kaiser der Franzosen. Im Gegensatz zum alten Gottesgnadentum verstand er sich als Volkskaiser, errichtete aber faktisch eine Militärdiktatur. Bis 1807 hatte er Kontinentaleuropa unter seine Kontrolle gebracht und nur England widerstand erfolgreich.
Um England wirtschaftlich zu schwächen, verhängte Napoleon die Kontinentalsperre, die den Handel zwischen England und dem europäischen Festland unterbinden sollte. 1811 erreichte seine Macht ihren Höhepunkt. Doch der katastrophale Russlandfeldzug 1812, bei dem die Russen die "Taktik der verbrannten Erde" anwandten, führte zu enormen Verlusten - von 600.000 kehrten nur 30.000 Soldaten zurück.
💡 Die Völkerschlacht bei Leipzig (16.-19. Oktober 1813) markierte das Ende der französischen Herrschaft in Deutschland und gilt als größte Schlacht der Befreiungskriege.
Die europäischen Mächte nutzten diese Schwäche und schlugen zurück. Nach der Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig musste Napoleon am 12. April 1814 abdanken und wurde auf die Insel Elba verbannt. Seine Herrschaft hatte jedoch bleibende Wirkung: Er modernisierte die Justiz, zentralisierte die Verwaltung und führte Sozialreformen ein, die besonders die unteren Gesellschaftsschichten ansprachen.



























