Quellenanalyse im Geschichtsunterricht: Einleitung und Quellenarten
Die Einleitung einer Quellenanalyse
Bei einer Quellenanalyse im Fach Geschichte ist eine strukturierte Einleitung entscheidend. Folgende wichtige Informationen müssen genannt werden:
- Textsorte (z.B. Tagebucheintrag, Zeitungsartikel, politische Rede)
- Autor/Autorin des Dokuments
- Titel der Quelle
- Datum und Ort der Veröffentlichung
- Thema des Textes
- Adressat (an wen richtet sich die Quelle?)
- Absicht des Autors (was möchte er/sie erreichen?)
- Quellenart (siehe unten)
Verschiedene Quellenarten
Die korrekte Einordnung der Quellenart ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Quellenanalyse:
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Quellengattung:
- Schriftliche Quellen (Briefe, Tagebücher)
- Nicht-schriftliche Quellen (Gemälde, Plakate, Landkarten)
- Mündliche Überlieferungen (Erzählungen, Zeitzeugenberichte)
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Weitere Unterscheidungen:
- Primär- oder Sekundärquellen
- Private oder öffentliche Quellen
- Selbst- oder Fremdzeugnisse
- Tradition (für die Nachwelt verfasst) oder Überreste (zufällig entdeckt)
- Normative (bewertende) oder deskriptive (beschreibende) Quellen
Beispielformulierung: Die vorliegende Textquelle ist eine politische Rede, die von Adolf Hitler im Jahr 1935 am Dritten Parteitag in Nürnberg gehalten wurde. Bei der politischen Rede handelt es sich um eine Primärquelle. Der Autor adressiert die Jugend und möchte damit die Jugendlichen dazu überreden bzw. motivieren, in den Krieg zu ziehen.
Der Hauptteil: Inhaltsangabe
Der erste Abschnitt des Hauptteils besteht aus einer Inhaltsangabe:
- Teile den Text vorher in Sinnabschnitte ein
- Schreibe im Präsens und verwende für Aussagen des Autors den Konjunktiv I
- Gib den Inhalt in eigenen Worten wieder
Hilfreiche Formulierungen für die Inhaltsangabe:
- "Der Autor beginnt seine Rede mit..."
- "Die historische Quelle thematisiert..."
- "Der Autor behauptet, dass..."
- "Er appelliert an..., dass..."
- "Der Text endet damit, dass..."
Wichtiger Tipp: Als Übergang von der Einleitung zum Hauptteil kannst du kurz auf die Absicht des Autors und die Adressaten eingehen. Mache immer einen Absatz zwischen Einleitung und Hauptteil, damit die Struktur deiner Quellenanalyse klar erkennbar ist.




