Wiener Kongress und Wartburgfest
Nach Napoleons Niederlage trafen sich 1814-1815 die Großmächte Österreich, Großbritannien, Russland, Preußen und Frankreich zum Wiener Kongress. Sie verfolgten drei Hauptziele: Restauration (Wiederherstellung der alten Ordnung), Legitimität (Gottesgnadentum) und Solidarität (gegenseitiger Schutz vor neuen Kriegen).
Die Ergebnisse wurden in der Bundesakte festgehalten: Die alten Grenzen wurden wiederhergestellt, ein Gleichgewicht der Mächte in Europa geschaffen und die Fürsten verbündeten sich gegen die Bürger. Sie wollten um jeden Preis weitere Revolutionen verhindern.
Als Reaktion darauf versammelten sich 1817 beim Wartburgfest etwa 500 Professoren und Studenten, die mit der politischen Situation unzufrieden waren. Sie forderten Grundrechte, Meinungsfreiheit und einen einheitlichen Staat. Die Folgen waren hart: Durch die Karlsbader Beschlüsse (1819) wurden Burschenschaften verboten, Universitäten überwacht und die Pressefreiheit eingeschränkt.
💡 Merke dir: Der Wiener Kongress wollte die alte Ordnung wiederherstellen, während das Wartburgfest den Beginn des Widerstands der Bürger markierte.





