Die Novemberrevolution
Nach vier Jahren Krieg war Deutschland am Ende - die Menschen waren erschöpft, hungrig und wollten endlich Frieden. Die Kriegsmüdigkeit und der Schock über die drohende Niederlage führten zu einer revolutionären Stimmung im ganzen Land.
Alles begann mit dem Matrosenaufstand in Kiel Ende Oktober 1918. Die Marineführung wollte einen letzten, sinnlosen Angriff auf die englische Flotte starten - eine Art "Todesfahrt" für die Ehre. Die Matrosen verweigerten den Befehl und gründeten am 4. November 1918 den ersten Arbeiter- und Soldatenrat.
Der 9. November 1918 wurde zum Schicksalstag: Friedrich Ebert von der SPD wurde Reichskanzler und die deutsche Republik wurde gleich zweimal ausgerufen. Nur zwei Tage später endete der Erste Weltkrieg mit dem Waffenstillstand.
Wichtig für die Klausur: Die Revolution verlief in mehreren Phasen - vom Matrosenaufstand über die Republikausrufung bis zu den gewaltsamen Kämpfen im Januar 1919.
Die Monate danach waren geprägt von politischen Machtkämpfen. Während die SPD eine parlamentarische Demokratie wollte, kämpften radikale Gruppen wie der Spartakusbund für eine Räterepublik nach sowjetischem Vorbild. Diese Spannungen führten zu blutigen Auseinandersetzungen wie dem Spartakusaufstand im Januar 1919.




