Historische Epochen und Ereignisse
Das Mittelalter endet um 1500, woraufhin wichtige Entwicklungen wie der Kolonialismus und die Reformation der Kirche (1517) folgten. Im 17. und 18. Jahrhundert prägte die Aufklärung das Denken, während der Absolutismus die Herrschaftsform bestimmte. Die Neuzeit brachte grundlegende gesellschaftliche Veränderungen – die alte Ständegesellschaft löste sich auf und neue Strömungen wie Liberalismus und Nationalismus entstanden.
Die Französische Revolution (1789-1799) markierte einen entscheidenden Umbruch. Im 19. Jahrhundert folgten Napoleons Machtübernahme (1804-1815) und der Wiener Kongress (1816), der den Deutschen Bund begründete. Die Industrialisierung begann um 1844 und veränderte die Gesellschaft grundlegend. Nach der gescheiterten Revolution 1848/49 wurde 1871 das Deutsche Reich gegründet, das bis 1918 bestand.
Das 20. Jahrhundert brachte extreme Umwälzungen: Die Weimarer Republik (1918-1933), die NS-Diktatur (1933-1945) und der Zweite Weltkrieg (1939-1945) prägten die erste Hälfte. Nach 1945 folgte die Teilung Deutschlands in BRD und DDR, der Kalte Krieg (1947-1991) und schließlich die Wiedervereinigung 1990 nach dem Mauerfall am 9. November 1989.
Gut zu wissen: Wichtige politische Bewegungen wie Nationalismus (Streben nach Nationalstaat), Liberalismus (Freiheit des Einzelnen) und Sozialismus (soziale Gerechtigkeit) haben die Geschichte maßgeblich beeinflusst und wirken bis heute nach.
Von Konrad Adenauer (1950-1963) bis Olaf Scholz (seit 2021) haben verschiedene Bundeskanzler die Geschicke Deutschlands gelenkt. Das Prinzip der Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative bildet dabei das Fundament unseres demokratischen Systems.