Sachurteil vs. Werturteil – Der Unterschied macht's
Stell dir vor, du sollst die Französische Revolution bewerten. Ein Sachurteil bedeutet, dass du wie ein Detektiv arbeitest: Du sammelst historisches Wissen, betrachtest verschiedene Perspektiven der Zeitgenossen und bewertest das Ereignis aus der damaligen Zeit heraus. Dabei bleibst du sachlich und lässt deine persönlichen Gefühle außen vor.
Das Werturteil ist komplett anders – hier darfst du deine eigene Meinung einbringen! Du bewertest das historische Ereignis aus heutiger Sicht mit modernen Wertmaßstäben wie Gerechtigkeit, Frieden oder Toleranz. Du vergleichst damals und heute und bildest dir dein persönliches Urteil.
Bei der Quellenkritik unterscheidest du zwischen äußerer und innerer Analyse. Äußere Quellenkritik fragt: Wer hat's geschrieben? Für wen? Wann und wo? Die innere Quellenkritik geht tiefer: Was will der Verfasser berichten, was konnte er überhaupt wissen, und wie berichtet er?
Merktipp: Sachurteil = objektiv aus damaliger Sicht, Werturteil = subjektiv aus heutiger Sicht!



